Teamarbeit wird in Belecke groß geschrieben

Belecke..  Aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben: Der „Abend im Advent“ der CDU Belecke, an dem traditionell die Jubilare geehrt werden, fand nun im neuen Jahr statt. Mit einer Urkunde, die von den Gesichtern aller bisherigen Bundesvorsitzenden versehen ist und einer Ehrennadel sagte Ortsunionsvorsitzende Elvira Possienke ein herzliches Dankeschön an die Jubilare, die 40 Jahre in der CDU wirken: Heinz-Josef Wessel, Christa Linn, Hilde Ernst, Elisabeth Borghoff sowie Betty Römer-Götzelmann.

Letztere berichtete über ihre Anfänge, die mit der Gründung der Frauenunion einhergingen. Im ehemaligen Café Riechmann fanden sich nach einer Einladung des Ortsvorsitzenden Josef Huckestein engagierte Beleckerinnen ein, die zur Tat schritten. Als sie das Café verließen, waren alle CDU-Mitglieder geworden und einige von ihnen hatten Vorstandsposten übernommen.

So wie es in der Urkunde festgehalten wird, hat Betty Römer-Götzelmann auch in schweren Zeiten für die CDU Farbe bekannt, war sie Motor und Ideengeber, Unterstützer und Multiplikator von politischen Überzeugungen. Diese Merkmale treffen auch auf die Mitglieder Dr. Klaus Gorsboth, Rolf Jesse, Ulrich Blecke und Josef Wüllner zu, die 25 Jahre der CDU die Treue halten. Für seinen Parteifreund Josef Wüllner hielt Ratsherr Hubertus Jesse eine mit Humor gewürzte Laudatio, da dieser nach drei Amtsperioden bei der letzten Kommunalwahl nicht mehr antrat und bisher eine Verabschiedung nicht stattfand.

Herausragend war, dass Josef Wüllner den Problemwahlkreis am Seller immer für die CDU gewann. Sein Eintritt in die Christlich Demokratische Union erfolgte nach der großen „Grünen Demo“, wie sie heute genannt wird (wir berichteten), und er widmete sich sogleich den Fragen der Umweltpolitik.

Später lag ihm die Stadtentwicklung am Herzen, die ihm auch den Respekt der anderen Fraktionen einbrachte. Dabei sei er immer streitbar gewesen In seinem Resümee über seine Ratsarbeit hielt Wüllner fest: „Wir in Belecke kämpfen immer für etwas. Wir kämpfen in Teamarbeit.“

Einen breiten Raum nahm der Vortrag des aus China zurückgekehrten ehemaligen Vorsitzenden Harald Borghoff ein. Interessant, lehrreich, humorvoll präsentierte er „sein“ Shanghai – zwei Jahre lang lebte er in dieser 20 Millionen-Stadt. Das Land in der Mitte – „Mitte ist den Chinesen Programm“ – ist so groß wie Europa zusammen.

Das große chinesische Problem „Smog“ wurde auf Fotos versucht zu dokumentieren: Man sah nichts. Von der Plattform eines Hochhauses war kein Horizont, kein Wald, kein Meer zu sehen, nichts! Autofahrer dürfen in Shanghai nur zu bestimmten Zeiten die Straßen benutzen, Auswärtige in der so genannten „Rush hour“ gar nicht.

Szenen des Straßenverkehrs sorgten für Erheiterung bei den Anwesenden, wenn zum Beispiel ein Radfahrer einen verunfallten Kleinlaster abschleppt, in dem er ihn auf dem Gepäckständer festzurrt; oder wenn ein Gemüsehändler mit seinem Angebot auf einem Zebrastreifen stehen bleibt, weil er sich gerade dort eine Menge Kundschaft erhofft. Über sein Shanghai wird Harald Borghoff wohl noch öfter berichten müssen.