Suche nach Verursacher der Staubwolke in Erwitte geht weiter

Erwitte..  Die Bezirksregierung Arnsberg setzt ihre Untersuchung unvermindert fort, um den Verursacher des Staubniederschlags in Erwitte zu ermitteln. Parallel dazu wurde die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.

Fest steht bisher, dass es sich um Staub aus den örtlichen Zementwerken handelt, der keine toxischen Stoffe enthält und nicht gesundheitsschädlich ist – das hatten die unmittelbar nach dem Staubniederschlagsereignis am 9. Mai durchgeführten Analysen des LANUV ergeben. Diese und weitere Staubanalysen lassen aber bisher keinen Rückschluss auf ein bestimmtes Zementwerk zu. Einer der Gründe hierfür ist, dass der Staubniederschlag mit anderen Hintergrundstäuben vermischt ist.

Daher werden derzeit alle erforderlichen Daten, Vorgänge und Betriebszustände der Zementwerke in der besagten Nacht geprüft. Dabei werden auch die Daten der kontinuierlich gemessenen Staubemissionen, die per Datenfernübertragung direkt an die Bezirksregierung Arnsberg übermittelt werden, ausgewertet. Darüber hinaus werden die vorherrschenden Windverhältnisse sowie mögliche Staubausbreitungen in die Verursacherermittlung mit einbezogen.

Enge Zusammenarbeit

Dass die Bezirksregierung und die Stadt Erwitte „am Ball bleiben“, wurde auch betroffenen Bürgern versichert. Beide Behörden arbeiten eng zusammen und stehen im regelmäßigen Informationsaustausch.

„Für mich ist es äußerst unbefriedigend, dass wir mit den bisherigen Untersuchungsmethoden noch keinen Verursacher ermitteln konnten. Auch mir ist es, wie den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern und dem Bürgermeister der Stadt Erwitte, wichtig, Licht ins Dunkel zu bringen“, sagt Oliver Prinz, zuständiger Dezernent bei der Bezirksregierung.

Erwittes Bürgermeister Peter Wessel betont: „Es ist ein großes Ärgernis, dass der Verursacher nicht zu seiner Verantwortung steht, denn eine solche Betriebsstörung konnte nicht unbemerkt geschehen. Daher bin ich froh, dass die Staatsanwaltschaft Paderborn eingeschaltet ist, um den Vorfall aufzuklären. Fest steht aber folgendes:

Beim Schadensereignis hat das Zementwerk Wittekind gestanden. Emissionen können daher von dort nicht gekommen sein. Von der Firma Seibel & Söhne an der Berger Straße konnten die Emissionen aufgrund des starken Südwestwindes ebenfalls nicht in die Lönsstraße, Berger Straße und Nebenstraßen gelangen. Die Firma Spenner Zement hat vor Ort in meinem Beisein Einsicht in sämtliche Dokumente angeboten. Es sollte kurzfristig gelingen, anhand der Werksprotokolle und der Ermittlungsergebnisse der vor Ort tätigen Behördenvertreter den Verursacher zu identifizieren.“