Sturm, Kaminbrand und Suche nach Unfallopfer

Rüthen..  Das vergangene Wochenende gestaltete sich für die Feuerwehr der Stadt Rüthen nicht nur aufgrund des Sturmes sehr einsatzreich. Zu insgesamt fünf Sturmeinsätzen, einem Kaminbrand und einer technischen Hilfe nach einem Verkehrsunfall wurden verschiedenen Löschgruppen der Feuerwehr Rüthen gerufen.

Schlimmeres verhindert

Am Samstag, 10. Januar, um 13.38 Uhr ertönten im Stadtgebiet zum ersten Mal an diesem Wochenende die Martinshörner. Ein Kaminbrand in Westereiden rief die Löschgruppe Oestereiden zu ihrem ersten Einsatz im Jahr 2015. Durch ihr schnelles Eingreifen konnte Schlimmeres verhindert werden. Der Kamin wurde durch den Schornsteinfeger gereinigt und die Löschgruppe kontrollierte mit der Wärmebildkamera denn Innenbereich des Hauses.

Nur kurze Zeit später rückte die Löschgruppe Menzel zwei Mal aus, um vom Sturm auf die Straße gestürzte Bäume zu entfernen. Im Laufe des Nachmittages nahm die Windstärke im Stadtgebiet zu. Neben Menzel rückten auch die Löschgruppen Kallenhardt, Kneblinghausen und Meiste aus, um Bäume von Straßen zu entfernen. Am Abend beruhigte sich die Lage im Stadtgebiet.

In der Nacht zu Sonntag ereignete sich auf der Briloner Straße ein Verkehrsunfall. Da der Fahrer am Unfallort nicht anzutreffen war, wurde eine Gruppe des Löschzuges Rüthen alarmiert, um die Einsatzstelle auszuleuchten und die Polizei bei der Personensuche zu unterstützen.

Auto völlig demoliert

Laut Polizeiangaben hatte ein Autofahrer Sonntagnacht um 1 Uhr den verunglückten Pkw gemeldet. Der Opel war Richtung Brilon gefahren, nach links von der Fahrbahn abgekommen, gegen ein Brückengeländer und anschließend gegen einen Straßenbaum geprallt. Danach hatte er sich offenbar überschlagen und war 30 Meter von der Straße entfernt in einer Wiese zum Stehen gekommen. Heck- und Frontscheibe waren nicht mehr vorhanden, die Airbags hatten ausgelöst, die Karosserie war verzogen.

Der Fahrer des Pkw war nicht am Unfallort. Da die Gefahr bestand, dass er sich noch in der Nähe befand und verletzt Hilfe brauchte, war neben der Feuerwehr auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera im Einsatz. Durch zeitgleiche Ermittlungen wurde der Fahrzeugführer jedoch kurze Zeit später in Rüthen ausfindig gemacht. Es handelt sich um einen 26-jährigen Polen ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Da er stark unter Alkoholeinwirkung stand, wurde ihm eine Blutprobe entnommen. Ein Strafverfahren wurde eingeleitet. Obwohl der Fahrer verletzt war, lehnte er eine stationäre Behandlung im Krankenhaus ab.