Stein-Industrie auf Augenhöhe begegnen

Warstein..  Nach der Kundgebung der Trinkwasser-Initiative zum „Tag des Wassers“ übt BG-Fraktionschef Jochen Köster Kritik an Westkalk-Geschäftsführer Franz-Bernd Köster. Dieser fordere regelmäßig, aufeinander zuzugehen. „Nur gehandelt hat er stets nach dem Motto ,Ihr habt mir entgegenzukommen, ich bleibe auf meinem Standpunkt (be-)stehen.’“, erklärt Jochen Köster und fragt: „Warum begegnen wir Warsteiner ihm nicht auf Augenhöhe?“ Stadt und Bürger sollten „für unsere Rechte auf unseren eigenen, städtischen Parzellen“ kämpfen: „Nicht ganz Warstein gehört der Steinindustrie.“ Der BG-Politiker kritisiert, dass CDU und SPD der Steinindustrie „Hoffnung auf einen ,ewigen’ Steinabbau“ machten: „Die ,Pro-Steinbruch-Koalition’ steht wieder.“

Kopfschütteln für BUND

Enttäuscht zeigt sich Jochen Köster von Kundgebungsredner Manfred Raker (BUND), der „bei vielen Zuhörern und selbst bei Mitgliedern der Trinkwasser-Ini Kopfschütteln ausgelöst“ habe. Raker sei mit kaum einem Wort auf die Trinkwasser-Gefährdung eingegangen. Stattdessen forderte er die – ohnehin rechtlich vorgeschriebene – Renaturierung ehemaliger Steinabbauflächen. „Salopp gesagt, Herrn Raker interessiert scheinbar mehr ein neues Biotop für seltene Tier- und Pflanzenarten, aber weniger die vielfältige Belastung der Menschen noch die Zukunft unserer Stadt“, schreibt Köster. „Wäre ich Steinbruchbetreiber, ich würde ihm ein preiswertes Biotop schenken und im Gegenzug auf den riesigen Restflächen Fakten schaffen.“

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