Stefan Toschinski entscheidet Zweikampf um Königswürde

Schützenfest Hirschberg: Vogelschießen.
Schützenfest Hirschberg: Vogelschießen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Stefan und Sylvia Toschinski regieren seit Montag über die Schützen in Hirschberg. Stefan Toschinski setzte sich mit dem 197. Schuss bei einem spannenden Vogelschießen durch.

Hirschberg..  Nach einem kurzen Gebet von Diakon Ludger Althaus und den Ehrenschüssen war das Königsschießen eröffnet. Ziemlich schnell konnte man sehen, dass Stefan Toschinski heiß auf die Hirschberger Königswürde war und von Anfang an treffsichere Schüsse abgab.

Während sich zeitweise noch Ehrenoberst Dieter Bräutigam und auch Thomas Mestermann an dem Gewehr versuchten und einige gute Schüsse auf den Vogel abgaben, gelang letztendlich Stefan Toschinski – im Zweikampf mit Bürgermeisterkandidat Thomas Enste – der goldene Treffer.

Lange im Schützen-Vorstand

Stefan Toschinski ist 37 Jahre alt, gehört zu den Hirschberger Köhlern und arbeitet als IT-Berater bei der AEG. Er war lange im Vorstand der Schützenbruderschaft Hirschberg tätig und einige Jahre sogar Adjutant der Schützenbruderschaft.

Zur Königin wählte er seine Ehefrau Sylvia Toschinski. Auch sie kommt aus einer erfahrenen Schützenfamilie, ihr Vater Franz-Ernst Schulte gehört seit Jahren zum Vorstand der Schützenbruderschaft und bildete zusammen mit seiner Ehefrau Helga ebenfalls schon einmal das Königspaar. Sylvia spielt in der Musikkapelle Hirschberg und gehört zum Hirschberger Stammtisch „Black Deers“.

Das neue Hirschberger Königspaar wohnt mit seinen Kindern Timm (4 Jahre) und Alexander (1 Jahr) im Stadtgraben 15 in Hirschberg. Stefan Toschinski war die Freude anzusehen: „Ja das war geplant heute. Irgendwann wollte ich sowieso mal König werden und wann gibt es einen besseren Zeitpunkt als im Jubiläumsjahr?“

Eine Schützenkordel errangen Thomas Enste, als er mit dem 23. Schuss den Apfel getroffen hatte, sowie Reinhold Krähling, der mit dem 40. Schuss die Krone abschoss und der spätere König Stefan Toschinski, als beim 65. Schuss das Zepter fiel.

Spontanaktion auf den Geck

Auch die Jungschützen der Bruderschaft haben einen neuen König. Thomas Kühle ist der neue Geckkönig der Schützenbruderschaft Hirschberg. Ihm war der Schock jedoch ins Gesicht geschrieben – das war kein geplantes Vorhaben wie bei Stefan Toschinski, sondern eine Spontanaktion.

Thomas Kühle, in Hirschberg bekannt als „Mallis“ Kühle, ist 22 Jahre alt, arbeitet bei der Warsteiner Brauerei in der Logistik und spielt im Tambourcorps Hirschberg. Laute Zurufe aus dem Publikum brachten ihn schließlich unter die Vogelstange und er war völlig überwältigt, als der Geck dann wirklich von der Stange fiel.

Simon Nolde, Steffen Ifland und Thomas Kühle lieferten sich einen Dreikampf um die Geckkönigswürde und bereits mit dem 67. Schuss war der neue Geckkönig gefunden. Auch Kühle kommt aus einer erfahrenen Schützenfamilie, sein Vater Raimund Kühle ist erster Vorsitzender und Stabführer beim Tambourcorps Hirschberg und Thomas ist der Enkel des 50-jährigen Jubelkönigspaars, Erich und Anette Kühle.

„Als ich seinen Opa Erich bei seiner Königsehrung fragte, ob denn auch ein Verwandter ihm zu Ehren eine Königswürde erlangen möchte, hat er gesagt, dass er es Raimund nicht zutraue, dann schon eher seinem Enkel Thomas bei den Geckkönigen“, lachte Oberst Ernst Adams bei der Königskrönung.

Die schlechte Witterung beeinträchtige die neuen Regenten in keinster Weise und sie präsentierten sich erstmals im Festumzug am späten Nachmittag.