Stationswechsel bei der Pfingstprozession

Warstein..  „Vor etwa 300 Jahren ging man noch eine Strecke von 15 Kilometern, quasi einmal um die Stadt herum“, erklärt Warsteins Ortsvorsteher Dietmar Lange historische Gegebenheiten der „größten Warsteiner Prozession“.

Und gerade weil die Prozession so viele, wie Lange sagt, „intensive traditionelle Elemente“ beinhaltet, sei es gar nicht so leicht, sie zu modifizieren: „Das ist die erste Änderung seit 50 Jahren.“

Heutzutage sind von den ursprünglichen 15 Kilometern lediglich noch drei oder vier übrig geblieben – schätzen die Verantwortlichen; man habe noch nicht nachgemessen. Doch Pastor Thomas Wulf weiß: „Schon wegen der Höhenunterschiede hat die Prozession einen gewissen Anspruch.“

Gute Vorzeichen

Begonnen wird am Sonntag, 24. Mai, um 9.30 mit einem Festhochamt in der St. Pankratiuskirche. Von da aus geht es zur ersten Station bei Familie Gerlach am Müscheder Weg. Die zweite Station ist in der Scheune bei Enste-Sieren, dann geht es ganz traditionell zum Fuße des Piusbergs zu Familie Feldmann. Das Finale bildet die nun neue Station am Krankenhaus Maria Hilf. „Das Krankenhaus ist ein pastoraler Ort. Hier bitten wir für die, die dort liegen und die, die dort arbeiten“, ist Pastor Wulf begeistert.

Auch für Krankenhaus-Geschäftsführer Stefan Kentrup ist die neue Station etwas ganz besonderes: „So etwas macht einem die Bedeutung des Krankenhauses deutlich. Es war für uns schnell klar, dass wir mitmachen.“

Pastor Wulf erhofft sich eindeutiges Wetter: „Wenn ich in der Früh gegen 7 Uhr angerufen werde und man mich fragt, ob wir gehen, dann muss ich erstmal die Jalousie hochmachen und rausgucken“, scherzt der Gottesmann. Beruhigend ist: In den vergangenen sieben Jahren fand die Prozession immer statt.