Starke Gemeinschaft nicht nur zur Narrenzeit

Sessionshöhepunkt in Ninive: Bei der Kappensitzung in Kneblinghausen waren auch die Wühlmäuse dabei.
Sessionshöhepunkt in Ninive: Bei der Kappensitzung in Kneblinghausen waren auch die Wühlmäuse dabei.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Dass in kleineren Dörfern eine gute Gemeinschaft herrscht, ist jedermann bewusst. Dieses Thema wurde auch auf der Kappensitzung in Kneblinghausen aufgegriffen. „In Ninive herrscht immer Teamgeist“, betonte der Elferrat.

Kneblinghausen..  Kleinere Dörfer sind für ihre gute Gemeinschaft bekannt, das ist jedermann bewusst. Dieses Thema wurde auch auf der Kappensitzung in Kneblinghausen aufgegriffen. „In Ninive herrscht immer Teamgeist“, betonte der Elferrat zu Beginn. Dieser wurde in der Vorstellungsrunde symbolhaft mit der Fußballnationalmannschaft verglichen: Von den Ziffern 15 bis 1 bekam jedes Mitglied eine Nummer zugewiesen. Auch von den Gastvereinen wurde die Gemeinschaft hoch gepriesen. Der Kallenhardter Elferrat verglich die Kneblinghausener mit den gallischen Dorfbewohnern aus „Asterix“, welche ebenfalls bekannt für ihre guten Feiern sind.

Einen Überblick über die Gemeinschaft brachte auch Marcel Wallrabe, welcher das Dorfgeschehen amüsant anhand außergewöhnlicher Situationen, besonders im Leben des Elferats, wiedergab. So wurden alle Karnevalsbegeisterten über das neue Kamel und fehlenden Sprit im Benzintank eines Motorrollers informiert. Ein weiterer Überblick über das Dorfleben wurde dem Publikum in den „KKK-TV-Nachrichten“ gegeben.

Auch die Oscars für den besten Haupt- und Nebendarsteller und für die Filmmusik wurden verliehen. Die prämierten Filme wurden derweil auf der Bühne nachgespielt. So verwandelte sich die Bühne in eine chinesische Umgebung, passend zu „The Kallenhardter Kid“ (ursprünglich: Karate Kid). Auch die Mörtelbuben gewannen mit „Let it be“ den Preis für die beste Filmmusik, wobei sie anschließend das Lied mit schwarzen Anzügen und bunten Brillen auf der Bühne darboten.

Gekonnt stellte die Dorfgruppe „Die Lötkolben“ die Fernsehsendung „Schlag den Raab“ dar, wobei die Spiele sich auf das Dorfgeschehen und die einzelne Beschaffenheit des Körpers bezogen. In dem Spiel „Blamieren oder Kassieren“ wurden wichtige Dorffragen geklärt. Hierbei wurde unter anderem auch die Frage nach dem größten Massenzüchter des Dorfes gestellt.

Auch die „Wühlmäuse“ verwandelten die Kneblinghausener Halle in ein Fernsehstudio. In der Serie „Schwiegertochter gesucht“ versuchten sie die passende Frau für fünf alleinstehende Söhne zu finden. Die Auswahl an Schwiegertöchtern war groß: Eine Schützenkönigin in spe, eine Hausfrau, eine Partyqueen von Mallorca und die Partyzwillinge aus Kallenhardt versuchten die einzelne Herzen mit passenden Liedern zu gewinnen. Bevor sich die Singlemänner jedoch selbst ein Urteil von den Frauen machen konnten, bedurfte es des Urteils der Mütter, welche bereits eigene Favoritinnen hatten.

„Karneval ist nach Weihnachten. Eine gute Zeit, um abzuspecken“, sagte Daniel Weber drei junge Frauen aus Kneblinghausen an. Unter dem Namen „Schokoküsse“ schufen Pia Walter, Jana Oesterhoff und Jutta Dünschede eine sportliche Atmosphäre: Mit der Aufforderung mitzumachen, brachten sie die Karnevalisten zum Mittanzen.

Für eine ebenfalls heitere Stimmung sorgte auch der Fanfarenzug „Prinz-Regent“ aus Büren, welcher mit Songs wie „It´s raining men“ die Halle zum mitsingen brachte. Auch Schunkelrunden ließen einige Karnevalisten von ihren Plätzen aufspringen und heiter mitsingen.

„Im Oktober schien es so, als wäre schon Rosenmontag, da das halbe Dorf fort war“, erklärte Präsident Thorsten Biermann und nahm gleichzeitig auf die nächsten Gruppen Bezug. Im vergangenen Oktober fuhren viele Dorfbewohner zu dem Konzert der Schlagersängerin Helene Fischer, welches von der Gruppe „Zickenalarm“ aufgegriffen wurde. So kam es, dass am späteren Abend gleich sechs Helenes auf der Bühne standen und einzelne Songs der Sängerin performten.

Zum Mitmachen animiert

Auch die „Spaßampeln“ waren im diesem Jahr wieder dabei und brachten verschiedene Musikhits auf die Bühne. So brachte etwa Tim Erdmann mit dem Song „Sexy“ das Publikum zum Mitsingen.

Bei einer Kappensitzung dürfen natürlich verschiedene Tänze der Garden nicht fehlen. Von Juniorengarden bis hin zu Seniorengarden war hier alles vorhanden. Besonders die Damengarde der KG Rüthen machten mit in ihren Eulenkostümen die „Nacht zum Tag“. Die Seniorengarde des KCK ließ ihren Tanz währenddessen in den Farben Schwarz und Weiß strahlen, da diese in ihrem Tanz ein Schachbrett darstellten.