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Amalia Wilhelmine Epping

Stadtmuseum freut sich über neues Gemälde

10.02.2010 | 12:27 Uhr

Lippstadt. Die Sammlung des Lippstädter Stadtmuseums ist um ein Exponat reicher. Dr. Margaret Rose aus Cambridge hat der städtischen Sammlung die Kopie eines Gemäldes der "Amalia Wilhelmine Epping" von Friedrich Wilhelm Maul geschenkt.

Freuen sich über den Neuzugang im Lippstädter Stadtmuseum: Dr. Eva-Maria Dahlkötter, Museumsleiter Dr. Herbert Pötter und Bürgermeister Christof Sommer.

Damit möchte die gebürtige Australierin ihre "Verbundenheit mit der Stadt ihrer Vorfahren" zeigen. Sie hatte das Gemälde ihrer Ur-ur-Urgrossmutter 2009 auf einer Auktion des Meerbuscher Auktionshauses ersteigert. Durch Vermittlung von Dr. Eva-Maria Dahlkötter, ebenfalls Ur-ur-Urenkelin der Gemalten, gelangte das Gemälde nun nach Lippstadt.

Das Gemälde und seine Geschichte

Die Porträtierte ist Amalia Wilhelmine Henriette Elisabeth Epping, geborene Thulemeyer (1769 - 1833). Sie war die Tochter des Johannes Henrich Thulemeyer (1711 - 1787), Advokat in Lippstadt und Syndikus des Stiftes Cappel. Sie heiratete 1793 den Lippstädter Kaufmann Johann Caspar Siegfried Epping (1761 - 1824). Aus der Ehe gingen zehn Kinder hervor, von denen acht verheiratet waren.

Wer mochte das Original-Porträt geerbt haben? Es galt als verschollen, bis es 1991 auf einer Auktion des Kunsthauses Neumeister in München angeboten und von einem privaten Sammler in Soest erworben wurde. Das Stadtmuseum ist nun im Besitz einer Kopie dieses Ölgemäldes, die von einer Urenkelin der Porträtierten, der Malerin Anna Piderit (1874 - 1956), erstellt wurde.

Zum Maler des Originals: Friedrich Wilhelm Maul wurde als Sohn des Küsters der Marienkirche 1780 in Lippstadt geboren und starb 1852 auch hier. Er war Hofmaler am Waldeckischen Hof in Arolsen. Das Museum Bad Arolsen widmete seinem Schaffen ein Museumsheft mit Abbildungen von 120 Porträts.

In Lippstadt sind bis jetzt nur drei Porträts identifiziert worden. Das sehr repräsentative Ölgemälde des Pfarrers Simon August Schliepstein wurde 2008 der evangelischen Kirchengemeinde von einem Nachfahren geschenkt. Es hat leider noch keinen angemessenen Platz gefunden.

Erinnerung auf dem Lippstädter Friedhof

Ein weiteres Gedenken an Amalia Wilhelmine Elisabeth Henriette Epping ist auf dem alten Teil des Lippstädter Friedhofs erhalten: Eine gusseiserne Urne auf hohem Sandsteinsockel erinnert an die zehnfache Mutter. Sie nennt die Daten der Verstorbenen und den Spruch:

Es ruht die ewig treue Mutter hier.

Viel ist in dieses Grab verschlossen!

Ein Herz, einst mild und liebewarm,

ein unverdross'ner Mutterarm

Ein treues Auge - Schlaf' im dunklen Bette,

Und Friede sei um Deine Stätte

Das Grabmal ist im Besitz der Stadt Lippstadt und wurde diesen Winter gerade restauriert.

Literatur: Eva-Maria Dahlkötter: Eine Entdeckung für die Lippstädter Kulturgeschichte, Friedrich Wilhelm Maul, ein Porträtist des Biedermeier in Lippstadt (in: Heimatblätter, Beilage zum "Patriot", 89. Jg. 2009.)

Der Westen

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