Stadt stellt Sozialarbeit an Schulen neu auf

Warstein/Kreis Soest..  Die Schulsozialarbeit an den Schulen im Stadtgebiet soll auch nach dem Auslaufen des Bildungs- und Teilhabepaketes des Bundes langfristig gesichert sein.

Eine Finanzierung der Schulsozialarbeit durch die Stadt sei die letzte Option – diese Devise gab Schulamtsleiter Josef Pieper vor einem Jahr aus, nachdem die Fördermittel des Bundes Ende 2013 ausgelaufen waren. Nun gibt es erste Ideen zur Neustrukturierung.

„Wir sind gerade dabei uns in diesem Bereich neu aufzustellen“, erklärte SchulamtsleiterJosef Pieper auf Anfrage der WESTFALENPOST. Bis Ende des Jahres 2013 kam der Großteil der Mittel zur Finanzierung der Schulsozialarbeit in Warstein vom Bund. Nach dem Auslaufen dieses Paketes Ende 2013 konnte die Stadt die Schulsozialarbeit durch Restmittel noch weiterführen. „Unsere Restmittel reichen für die Finanzierung der bestehenden Schulsozialarbeiterstellen bis zu den Sommerferien 2015“, so Pieper.

Nun hat die Landesregierung beschlossen, den kreisfreien Städten und Kreisen losgelöst von dem ehemaligen Bildungs- und Teilhabepaket ein Angebot zur Finanzierung weiterer Schulsozialarbeit für den Zeitraum von 2015 bis 2017 zu unterbreiten. Dieser Landesanteil beträgt rund 47,7 Millionen Euro.

Gleichzeitig müssen die Kommunen in Abhängigkeit ihrer Haushaltssituation einen Eigenanteil zu dieser Landesförderung erbringen. Im Kreis Soest wird diese kommunale Beteiligung in einer Höhe von 40 Prozent erwartet. Für Warstein heißt das: Es gibt zwar Geld für die Fortführung der Schulsozialarbeit, doch nicht mehr in voller Höhe. „Die Mittel, die wir bekommen, richten sich nach der Anzahl der Schüler, die wir im Rahmen der Schulsozialarbeit betreuen“, erklärt Josef Pieper.

Wie diese Mittel dann verteilt werden, ist Sache der Stadt. „Da gibt es verschiedene Punkte, wegen derer wir reagieren müssen“, begründet Pieper die derzeit laufende Umstrukturierung, „da spielen die geänderten Finanzierungen und auch unsere neue Schullandschaft eine Rolle.“ Vor den Sommerferien solle das neue Konzept der Warsteiner Schulsozialarbeit präsentiert werden. „Ziel ist es natürlich, auch im neuen Schuljahr Schulsozialarbeit anzubieten“, sagt Josef Pieper. Das ist eine Aufgabe, die angesichts der angespannten finanziellen Situation der Stadt derzeit nicht gerade einfach erscheint.

Drei Sozialarbeiter

Die beiden bisher aus den Bundesmitteln finanzierten Schulsozialarbeiterstellen verteilen sich zur Zeit auf das Schulzentrum Belecke sowie die Lioba- und die Grimmeschule. Mit Petra Maibaum ist zudem eine Schulsozialarbeiterin an der Hauptschule aktiv, deren Stelle nicht von der Finanzierung durch das BuT abhängt. Ihre Stelle wird seit 2003 aus Landesmitteln finanziert.