SPD-Kandidat wartet noch Karnevalszeit ab

SPD-Neujahrsempfang: Antonia Enste dankt Friedel Hagedorn für sein langjähriges Engagement.
SPD-Neujahrsempfang: Antonia Enste dankt Friedel Hagedorn für sein langjähriges Engagement.
Foto: Alexander Lange
Was wir bereits wissen
Wer wird SPD-Kandidat für die Bürgermeisterwahl in Warstein? Das Geheimnis soll bald gelüftet werden.

Warstein..  „Wir wollen es so spannend machen wie Weihnachten“: Beim traditionellen Neujahrsempfang äußerte sich die Warsteiner SPD zum vergangenen Jahr und blickte gleichzeitig auf das bereits begonnene Jahr und die im Fokus stehende Bürgermeisterwahl. Zudem referierte NRW-Generalsekretär André Stinka über die Arbeit im Landtag sowie Projekte und Position der Landes-SPD.

„Unser Kandidat plant, nach Karneval eine Vorstellrunde zu machen“, kündigte Antonia Enste als Stellvertreterin des erkrankten Holger Deimer an, was den Genossinnen und Genossen schon lange auf der Zunge brannte. „Unser Kandidat ist ein hochkarätiger Verwaltungsmann ohne Parteibuch“ so Enste, die ebenso darauf hinwies, dass der kommende SPD-Kandidat auf langjährige Erfahrungen im Verwaltungswesen zurückblicken könne. Mehr wollte sie jedoch nicht verraten. Es bleibt also weiter spannend, wer bei der anstehenden Kommunalwahl im September für die SPD um die Gunst der Warsteiner Wählerschaft und die Nachfolge des scheidenden Bürgermeisters Gödde ringen wird. „Ein spannendes Jahr liegt vor uns“, fasste es Antonia Enste zusammen und lobte die Arbeit der SPD-Fraktion bei Themen wie dem Steinabbau, Warteiner Verkehrsproblematiken oder der „neuen Mitte“.

Doch nicht alle Namen mussten an diesem Sonntagmorgen hinter verdeckter Hand bleiben. So pflegt es der SPD-Stadtverband nicht nur, ihren Neujahrsempfang mit Musik und Gesang einzuleiten und zu schließen, sondern auch stets einen hochrangigen Politiker aus dem Düsseldorfer Landtag ins verschneite Warstein einzuladen. Mit dem 49-jährigen Generalsekretär André Stinka gelang dies abermals.

Brandaktuelle Themen

Dabei sprach Stinka nicht nur brandaktuelle Themen aus der landes- und bundesweiten politischen Landschaft an, sondern stellte des Öfteren auch den Bezug zur Warsteiner Kommunalpolitik her. Für Toleranz, Gemeinschaftlichkeit und Zusammenhalt plädierte Stinka beim Thema der Pegida-Demonstrationen und forderte die Genossen auf, auch 70 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, ihre Stimme zu erheben.

Ebenso sei es von Bedeutung, neue und junge Wähler zu gewinnen und sie in die politische Arbeit miteinzubeziehen. „Wir müssen gemeinsam hier anfassen“, erläuterte Landtagsmitglied André Stinka so auch im Bezug zur Warsteiner Kommunalpolitik, wo die SPD momentan mit zehn Mandaten im Stadtrat vertreten ist.

Dabei will Stinka den Mittelstand fördern um auch weiterhin stolz behaupten zu können, dass Nordrhein Westfalen Industrieland Nummer eins ist und bleibt. Seinem leidenschaftlichen Plädoyer zollten die Warsteiner SPDler mit langem Applaus Tribut.

Applaus, den sich anschließend auch Friedel Hagedorn verdiente. Als „Vollblutpolitiker mit Ecken und Kanten“ war er Antonia Enste als stellvertretender Stadtverbandsvorsitzender in Erinnerung geblieben, war seit 1989 im Warsteiner Rat aktiv. Jedoch schied Friedel Hagedorn im Mai 2014 aufgrund gesundheitlicher Umstände aus der Position des sachkundigen Bürgers aus. Für die geleistete Arbeit dankte ihm der Stadtverband. „Du hinterlässt eine große Lücke“ so Antonia Enste über ihren langjährigen Mitstreiter.