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Soester Surferin Moana Delle „will natürlich auch in Rio starten“

12.11.2012 | 12:39 Uhr
Soester Surferin Moana Delle „will natürlich auch in Rio starten“
Sie liebt es einfach: Moana Delle bei den Olympischen Spielen in London auf ihrem Surfbrett.

Soest.  Die Soester Surferin Moana Delle will zu den Olympischen Spielen in Rio. Nachdem der Weltsegelverband Kitesurfen wieder aus dem Programm nahm und RS:X-Surfen zurückholte, muss die 23-jährige Olympia-Fünfte von London ihr Leben neu planen.

Ein Vorgang mit Seltenheitswert: Der Weltsegelverband Isaf revidierte bei seiner Generalversammlung am Wochenende die Entscheidung, das RS:X-Surfen bei den Olympischen Sommerspielen 2016 in Rio de Janeiro durch Kitesurfen zu ersetzen. Glückselig nahm dies auch die aus Soest stammende Moana Delle (23), die bei Olympia in London auf Platz fünf surfte, zur Kenntnis.

Frau Delle, wie überrascht sind Sie von der Entscheidung des Weltsegelverbandes?

Moana Delle: Ich konnte es fast nicht glauben, als ich diese Nachricht aus Irland erhalten habe. Das ist - so super! Normalerweise sind solche Entscheidungen endgültig und ich hätte nie damit gerechnet, dass Kitesurfen komplett rausfällt. Aber die Proteste waren größer als jemals zuvor, weshalb neu verhandelt und abgestimmt werden musste. Insgesamt war das keine Glanzleistung der Isaf.

Wie hektisch wurde Ihr Wochenende? Immerhin müssen Sie nun einen neuen Vier-Jahres-Rhythmus planen. Oder wollen Sie in Rio gar nicht mehr starten?

Delle: (lacht) Mein Tagesablauf wurde nicht allzu sehr beeinträchtigt - vom Telefonieren und Nachrichten schreiben einmal abgesehen. Und: Natürlich will ich jetzt auch in Rio starten. Olympische Spiele vor der Copacabana - ein Traum! Passenderweise war ich Samstagabend auf einer Seglerveranstaltung in Hamburg - wir haben diese Entscheidung gebührend gefeiert.

Dabei hatten Sie Ihr Leben nach London gerade erst neu strukturiert und sind sogar von Kiel nach Hannover gezogen.

Delle: Daran wird sich vorerst auch nichts ändern. Hier in Hannover habe ich einfach bessere Möglichkeiten, Bau- und Umweltingenieurwesen zu studieren. Außerdem kann ich an zwei Händen abzählen, wann ich mal in Kiel oder in Deutschland trainiert habe. Ich gehe davon aus, dass meine internationalen Trainingsbeziehungen fortbestehen - und ins Ausland kann ich auch von Hannover fliegen.

Wäre Kitesurfen eine Alternative für Sie gewesen?

Delle: Keine Ahnung. Bisher hatte ich nicht soviel mit Kitesurfen zu tun. Ich habe einige Wochen nach London mal auf dem Steinhuder Meer Kite-Versuche gemacht, aber das sah mehr nach Drachenfliegen im Wasser als nach Kitesurfen aus. Prinzipiell hätte ich mich wohl intensiver damit beschäftigt, weil ich den Leistungs- und speziell den Segelsport einfach zu sehr liebe.

In London sind Sie auf Platz fünf gesurft. Nehmen Sie in Rio Kurs auf eine Medaille?

Delle: Mein Ziel ist der Start bei den Olympischen Spielen in Rio. Ein anderes würde ich nie formulieren, weil ich besonders nach London weiß, wie schwer olympische Regatten sind.

Mit Moana Delle sprach Falk Blesken

Falk Blesken



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