Soest - die Stadt mit der einmaligen Altstadt
11.04.2012 | 11:45 Uhr 2012-04-11T11:45:54+0200
Soest. Das faszinierende Panorama der alten Hansestadt Soest wird bestimmt von den berühmten Kirchtürmen, die sich – romanisch wuchtig, gotisch filigran oder prächtig barock – dem Himmel entgegen strecken.
Annähernd 600 Baudenkmäler, imposante Sakralbauten aus grünem Sandstein, gepflegte Fachwerkzeilen, romantische Gassen und ein fast vollständig erhaltener mittelalterlicher Stadtwall atmen Geschichte auf Schritt und Tritt und laden ein, entdeckt zu werden.Noch heute finden sich zahlreiche steinerne Zeugen der Blütezeit der alten Hansestadt, deren Bürger ihr Erbe behutsam zu wahren und mit neuem Leben zu füllen wissen. So bildet die Soester Altstadt während des Jahres die Kulisse für zahlreiche Veranstaltungen, z. B. den Soester Bördetag, die Mittelalter-Großveranstaltung „Soester Fehde“, die Allerheiligenkirmes oder den stimmungsvollen Weihnachtsmarkt.
Geschichte
Soest, wahrscheinlich eine merowingische Gründung um 600, wurde 836 erstmals urkundlich erwähnt. Bereits in der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts entwickelte Soest ein Stadtrecht, das vielen anderen Städten als Vorbild diente. Es entstand auf 102 Hektar eine Befestigungsanlage mit zehn Toren und 27 Wehrtürmen. Zu dieser Zeit hatte die Hansestadt ausgedehnte Handelsverbindungen: bis nach Visby auf Gotland, zu den Ostseehäfen oder bis nach Nowgorod, nach Italien, bis Brügge und London.
Tourist Information Soest,
Teichsmühlengasse 3, 59494 Soest,
F 02921/66350050 und -62, Fax 66350099
www.soest.de; touristinfo@soest.de
Der „Hellweg“, älteste Handelsstraße Europas, führte mitten durch die Stadt. Soest stieg zur mächtigsten Stadt in Westfalen mit über 10.000 Einwohnern auf. Nach der Soester Fehde (1444–1449) folgte eine allmähliche politische Isolierung der Stadt; sie wurde 1531 verstärkt durch die Übernahme des evangelisch-lutherischen Glaubens in einem nahezu vollständig katholischen Umfeld.
Dieser Text stammt aus dem Buch "Schönes NRW - Reiseführer zu den historischen Stadt- und Ortskernen in Nordrhein-Westfalen", erschienen im Klartext Verlag. Hier geht´s zum Online-Shop des Klartext Verlages.
Während des Dreißigjährigen und des Siebenjährigen Krieges war die Stadt großer Zerstörung und Not ausgesetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg mussten zwei Drittel der Stadt wieder aufgebaut werden.
Die einstige Bedeutung Soests ist in der gut erhaltenen Altstadt abzulesen. Das Erscheinungsbild wird geprägt durch die Befestigungsanlagen, die sieben historischen Kirchen, die ca. 570 Baudenkmäler und die 318 als „erhaltenswerte Bausubstanz“ eingestuften Gebäude sowie durch eine vielfältige Raumfolge enger Gassen, Straßen, Plätze und hoher Grünsandsteinmauern mit dahinter liegenden Gärten.
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