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Silvesterlauf 2015

Silvesterlauf von Werl nach Soest: Ein Sportler reanimiert

01.01.2016 | 15:54 Uhr
Rund 4300 Läufer gingen beim Silvesterlauf in Werl an den Start. Ein Sportler kolabierte auf der Strecke nach Soest.Foto: Thomas Nischte/Funke Foto Services

Soest/Werl.  Ein Sportler musste beim Silvesterlauf von Werl nach Soest reanimiert werden. Er liegt im Krankenhaus, ist aber außer Gefahr. Silvesterlauf-Organisator Ingo Schaffranka zeigt sich erleichtert und zieht ein insgesamt positives Fazit der 34. Veranstaltung.

 

  • 6700 Teilnehmer insgesamt
  • Begeisternde Atmosphäre an der Strecke
  • Eyob Solomun dominiert Feld von Anfang an

Er zieht ein mehr als zufriedenes Fazit: Silvesterlauf-Organisator Ingo Schaffranka erlebte eine aus seiner Sicht perfekte Veranstaltung – und zeigte sich sehr erleichtert, dass die medizinische Betreuung eines kolabierten Läufers Erfolg hatte. Der Sportler liegt zwar im Krankenhaus,befindet sich aber außer Gefahr. Mit 6.700 Teilnehmern konnte zudem dem Abwärtstrend bei den Anmeldezahlen erneut Einhalt geboten werden.

Schrecken für Schaffranka im Ziel

Es ist nur eine Durchsage, eine mit wenigen Wörtern. Aber sie lässt Ingo Schaffranka schnell werden. Auf dem Absatz macht der Organisator des Silvesterlaufes von Werl nach Soest kehrt, läuft durch den Zielbereich auf dem Soester Marktplatz – und nimmt Kontakt mit dem Roten Kreuz auf. Zuvor schien alles perfekt zu sein.

Silvesterlauf 2015
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bei Deutschlands größtem Silvesterlauf wie vorhergesagt bei den Damen. Und nun? Was will das Rote Kreuz? Einige Zeit später gibt Ingo Schaffranka erleichtert Entwarnung.

Herr Schaffranka, wenn Sie vom Roten Kreuz ausgerufen werden, erinnern sich viele Menschen schnell an die drei Todesfälle in der Vergangenheit. Was ist passiert?

Ingo Schaffranka: Bei Kilometer drei musste ein Läufer reanimiert werden. Das Rote Kreuz war aber schnell vor Ort, der Mann ist mittlerweile in Unna im Krankenhaus und es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Das freut mich natürlich sehr für ihn. Außerdem bin ich sehr erleichtert, dass unsere Vorsorgemaßnahmen gegriffen haben.

Welches Fazit ziehen Sie sportlich nach der 34. Auflage?

Punkt eins: Ich bin schwer begeistert, weil wir ausverkauft waren. Das heißt, wir hatten keine Startnummern mehr. Also waren mindestens 6500 Teilnehmer am Start. Punkt zwei: Die Stimmung an der Strecke war supergeil. Ein Lob an alle Dörfer, da war richtig was los. Es war ein super Lauf, ich bin richtig zufrieden.

Der Silvesterlauf von Werl nach Soest ist ein Volksfest für jung und alt. Foto: Thomas Nitsche/Funke Foto Services

Ein Lauf, den Eyob Solomun mit seinem läuferischen Alleingang krönte?

Aus sportlicher Sicht war das schon fast zu langweilig, weil Eyob dem Feld bereits ab Kilometer eins abgehauen ist. Und das, obwohl alle vorderen Platzierten super Läufer sind. Ich habe die ersten drei Jungs mehrmals in diesem Jahr verfolgt. In Wiedenbrück hatte Eyob vielleicht 30 Sekunden Vorsprung – hier hättest du noch ein Bier trinken können.

Wie haben Sie diese Spitzenläufer für Werl-Soest begeistert?

Geld kriegen sie bei uns nicht, das bleibt auch so. Wir leben von der Atmosphäre und von unserem Renommee. Mit einem Sieg hier können die Läufer Sponsoren gewinnen und das ist letztendlich das, was zählt. Ich habe ihnen von der einzigartigen Atmosphäre bei uns vorgeschwärmt – und habe nicht gelogen. (lacht)

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2016-01-01 15:54
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