Seniorenkreis unterstützt Hospiz-Projekt

Als Dank für die Unterstützung zur Errichtung eines Hospizes in Soest erhält Klaus Schöne vom Seniorenkreis des Kirchspiels eine Urkunde von Renate Forke von der Christlichen Hospiz Soest gGmbH.
Als Dank für die Unterstützung zur Errichtung eines Hospizes in Soest erhält Klaus Schöne vom Seniorenkreis des Kirchspiels eine Urkunde von Renate Forke von der Christlichen Hospiz Soest gGmbH.
Foto: Manfred Böckmann
Was wir bereits wissen
Der Seniorenkreis aus dem Möhnetal behält seine Überschüsse nicht nur für die Weihnachtsfeier. Jetzt profitiert das Hospiz-Projekt in Soest.

Sichtigvor/Soest.  Es wird die erste stationäre Hospizeinrichtung im Kreis Soest: Im kommenden Jahr soll dazu in Soest der erste Spatenstich erfolgen. Wenn denn die Finanzierung gesichert ist.

Und einen – wenn auch kleinen – Beitrag auf der Etappe in Richtung Realisierung leistet auch der Seniorentreff im Kirchspiel Mülheim-Sichtigvor-Waldhausen. 500 Euro hatte Seniorenkreis-Ansprechpartner Klaus Schöne jüngst überwiesen. Aus diesem Grund besuchte Renate Forke von der Christlichen Hilfe Soest gGmbH den wöchentlichen Treff im Pfarrheim – nicht nur, um sich für die Unterstützung uz bedanken, sondern auch einige Hintergründe zum Projekt zu geben.

Idee schon zehn Jahre alt

„Die Idee ist schon über zehn Jahre alt“, erläuterte Forke – aber die Umsetzung ist teuer, da viele Vorschriften eingehalten werden müssen. Aus diesem Grund haben sich Pertheswerk und Johanniter, die hinter der Umsetzung stehen, zusammengeschlossen und haben eine gemeinnützige Gesellschaft, das Christliche Hospitz Soest gGmbH, gegründet. Renate Forke ist nun als „Fundraiserin“ unterwegs: Sie stellt das Projekt vor und wirbt um Unterstützung.

Derzeit würden Förderanträge gestellt, erläuterte sie, da mit dem Bau erst begonnen werden könne, wenn eine Zusage vorliegt. Das soll, so der Plan, im November 2015 der Fall sein. Dann könnte im kommenden Jahr mit dem Bau begonnen werden. Im Jahr darauf könnten die ersten Gäste einziehen.

Zehn Plätze für Sterbenskranke

Entstehen sollen zehn Plätze für Sterbenskranke, die eine Lebenserwartung von vier Wochen haben. Dann übernehmen die Krankenkassen 90 Prozent der anfallenden Kosten. Angehörige können mit im Zimmer schlafen; es entstehen aber auch zwei Angehörigenzimmer, erläuterte Forke die Pläne.

2,9 Millionen Euro-Investition

Die Investitionssumme beträgt 2,9 Millionen Euro; „wir hoffen auf eine Förderung von einer Million Euro“, zeigte die Besucherin den Teilnehmern des Seniorentreffs, was über Spenden und andere Unterstützung zusammengetragen werden muss: „Wir sind auf die Hilfe der Bürger angewiesen“. Und diese seien bereit zu geben, wenn an Ständen, zuletzt auch beim verkaufsoffenen Sonntag in Lippstadt, das Projekt vorgestellt wird.

Klaus Schöne vom Seniorenkreis war durch die „Woche für das Leben“ im Erzbistum auf das Thema aufmerksam geworden. Gleichzeitig fand er einen Flyer über das Soester Projekt. „Wir haben den Text des Flyers hier vorgelesen, darüber diskutiert“, erinnert sich Schöne – und sich zur Unterstützung entschlossen: „Ohne große Diskussion“.

Das Geld stammt aus den Überschüssen der allwöchentlichen Treffen. Wenn man mittwochs zusammen kommt und ein Stück Kuchen ist, wird eine Kostenumlage erhoben; durch die Großzügigkeit bleibt Geld übrig. Ebenso geht es bei Ausflugsfahrten. Das Geld ist für die Advents- und Weihnachtsfeier gedacht, aber auch andere Aktivitäten werden unterstützt, etwa die KJG, die den Altennachmittag ausrichtet, oder die Leprahilfe.

Gut angelegte Summe

Nun flossen 500 Euro für die Errichtung des Hospizes in Soest. Renate Forke überreichte dazu eine entsprechende Urkunde für „Ihr Kuchen- und Kaffeegeld.“ Eine Summe, die sicher gut angelegt ist.