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Selbst russischer Impfpass kein Problem

04.09.2008 | 17:13 Uhr

Günter Tewes aus Werl absolviert zurzeit am Börde-Berufskolleg in Soest ein Berufsgrundschuljahr Gesundheit. Ein Praktikum in Krankenhaus steht an. Da kam es dem 19-Jährigen gelegen, dass das Impfmobil in Soest Halt machte.

Bei Dr. Olivia Reh vom Gesundheitsamt des Kreises Soest holte sich Günter Tewes die notwendige Hepatitis-B-Impfung ab. Junge Erwachsene wie Günter Tewes waren die Zielgruppe, auf die Gabriele Ahlemeyer, Mikrobiologin des Landesinstituts für Arbeit, Gesundheit und Soziales, vor allem gehofft hatte. „Die Schuleingangsuntersuchungen zeigen, dass die Impfquote bei Kindern im Kreis Soest gut ist. Bei Älteren gibt es leider Lücken“, erläuterte sie am Impfmobil. Statistisch lässt sich für den Kreis Soest im Einzelnen nachhalten, dass Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 17 Jahren hohe Impfquoten in Bezug auf die zweite Masern-Mumps-Röteln-Impfung und Hepatitis-B-Impfung haben. Bei jungen Erwachsenen sind unter anderem die zweite Masern-Mumps-Röteln-Impfung und die vollständige Grundimmunisierung gegen Hepatitis B noch nicht ausreichend umgesetzt. Dr. Maria Anna Waider, Ärztin im Gesundheitsamt: „Dies ist aber für Jugendliche und junge Erwachsene wünschenswert. Primäres Ziel ist, Epidemien und gravierenden Erkrankungen vorzubeugen. Darüber hinaus sehen viele junge Erwachsene ihr Berufsziel im Gesundheitsbereich oder in Gemeinschaftseinrichtungen. Hier ist ein Impfschutz von besonderer Bedeutung. Auch die Einrichtungen legen zunehmend Wert auf einen lückenlosen Impfschutz.“ Viele Jugendliche, aber auch ältere Semester nutzten am Donnerstag die Chance, sich von Ärzten des Gesundheitsamtes des Kreises Soest kostenlos den Impfpass überprüfen und sich zudem gegen Masern, Mumps und Röteln oder Hepatitis B impfen zu lassen. War der Kontakt zu den Medizinern des Gesundheitsamtes erst einmal hergestellt, konnten auch besondere Probleme aus dem Weg geräumt werden. Eine Schülerin berichtete zerknirscht, sie habe nur einen russischen Impfpass. Dr. Elisabeth Maria Mugrauer lud sie trotzdem ein, im Gesundheitsamt im Kreishaus vorbeizuschauen. „Meine Russischkenntnisse sollten ausreichen, das Dokument zu übersetzen“, erklärte die Medizinerin des Kreises Soest der verblüfften Ratsuchenden.

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