Segen für Menschen, die Dienst an Nächsten tun

Einsegnung der Caritas-Sozialstation und Tagespflege in Belecke
Einsegnung der Caritas-Sozialstation und Tagespflege in Belecke
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Hell und freundlich sind die neuen Räumlichkeiten der Caritas-Sozialstation und der Tagespflege „Atempause“, die gestern feierlich durch Pfarrer Markus Gudermann geweiht wurden. Sie strahlen Wärme und Behaglichkeit aus.

Belecke..  Hell und freundlich sind die neuen Räumlichkeiten der Caritas-Sozialstation und der Tagespflege „Atempause“, die gestern feierlich durch Pfarrer Markus Gudermann geweiht wurden. Sie strahlen Wärme und Behaglichkeit aus.“Wobei wir ja eigentlich nicht das Gebäude einsegnen, sondern das Wirken der Menschen, die hier tätig sind“, betonte Peter Wawrik, Vorstandsvorsitzender des Caritas-Verbandes im Kreis Soest. Die kümmern sich täglich um bis zu 20 Gäste, die hier einige abwechslungsreiche Stunden verbringen und sich in den Räumlichkeiten der Tagespflege „Atempause“ wie zu Hause fühlen sollen.

Probleme mit dem Gelände

Schon lange zu klein geworden waren die Räumlichkeiten der Caritas-Sozialstation auf dem Berg in Belecke, im Anno-Haus. Daher war man froh, im Tal eine geeignete Stelle gefunden zu haben – wenn auch der schwierige Untergrund die Bauarbeiten verzögerte. „Manche haben zwischendurch gefragt, ob das mit dem Bau überhaupt etwas wird“, erinnerte sich Wawrik. „Aber was lange währt...“ Mit dem guten Start für die „Atempause“ Anfang November sei die Zeit des Bangens längst vergessen.

Rund 180 Quadratmeter Fläche stehen der Sozialstation nun im Obergeschoss für Büro- und Sozialräume zur Verfügung, hinzu kommen noch rund 120 Quadratmeter freie Räume, die etwa für eine Praxis vermietet werden könnten. Im Erdgeschoss ist alles ganz auf die Bedürfnisse der Gäste ausgerichtet: 360 Quadratmeter stehen für die „Atempause“ zur Verfügung. „Alles nach den Vorschriften des Landes NRW“, betonte Wawrik. „Das soll bewirken, dass die Leute sich hier wohl fühlen, das scheint in den ersten Wochen schon geschafft worden zu sein.“

Stolz darüber, ein solches Angebot für die Städte Warstein und Rüthen vor Ort zu haben, zeigte sich auch stellvertretende Bürgermeisterin Heike Kruse. „Man kann sich darauf freuen, alt zu werden, wenn man dann hier in diesem Haus betreut wird.“

Dem konnte Ortsvorsteherin Elke Bertling nur beipflichten. „Der Start war sehr gut. Ich weiß, welche wertvolle Arbeit sie hier leisten.“ Viel Freude wünsche sie den Mitarbeitern bei ihrem Wirken, „möge dieses Gebäude eine weitere Perle im Caritas-Konstrukt sein.“

Wichtiger als das Haus sind jedoch die Menschen, die in diesem wirken und dieses „als besonderen Dienst an ihren Nächsten verstehen“, wie Pfarrer Markus Gudermann betonte. „Ich glaube, dass sich das Team hier entfalten kann. Im Anno-Haus war das doch etwas grenzwertig. So ist dieses Gebäude hier auch ein Akt der Selbstsorge“, erklärte er, bevor er durch die Räume ging und jeden einzeln segnete.

Das Bestreben der Mitarbeiter sei es, den Gästen und Patienten zu helfen, ihnen zur Seite zu stehen und sie in vielen Bereichen zu unterstützen, betonten Rita Ständer, Leiterin der Sozialstation und Gesamtleitung, und Claudia Gockel, Leiterin der Tagespflege, in ihrem gemeinsamen Grußwort. „Die Nähe, das Zuhören, sich Zeit für einen Menschen nehmen, liegen uns sehr am Herzen.“ Daher seinen alle Mitarbeiter das Herzstück des Pflegezentrums, ohne die man diese qualitativ hochwertige Arbeit sicherlich nicht leisten könne. Sie schlossen mit Konfuzius: „Wenn du liebst, was du tust, wirst du in deinem Leben nie wieder arbeiten.“