Sechs Parteien bestimmen Politik
31.08.2009 | 17:40 Uhr 2009-08-31T17:40:00+0200Möhnesee. Jubel bei der Bürgergemeinschaft, Enttäuschung bei der SPD. Die einen freuen sich über vier hinzugewonnene Sitze im Gemeinderat, die anderen müssen das bisher schlechteste Ergebnis einer Kommunalwahl schlucken.
„Ich kann nur staunen, sonst nichts. Wir müssen in Ruhe überlegen, woran das gelegen hat”, kommentierte SPD-Fraktionsvorsitzender Gerhard Bruschke den Rutsch um 2,4 Prozent nach unten. „Wir sind ganz klar die Wahlsieger”, sind Hilmar von Bardeleben, Vorsitzender der Bürgergemeinschaft Möhnesee, und Ratsmitglied Richard Bense stolz auf ihr gutes Ergebnis. Waren sie in der letzten Legislaturperiode zu dritt im Rat, nehmen sie in der kommenden mit sieben Ratsmitglieder am politischen Geschehen teil. „Das ist aber nur ein Wahlziel, das zweite ist die Wahl von Hans Dicke zum Bürgermeister”, freuen sich die beiden. Ihren Erfolg sehen sie darin, eine junge Mannschaft aufgestellt zu haben und dem Wähler „ehrlich und ohne Versprechungen begegnet zu sein”.
Konsens wichtig
Marion Lepold, Pressesprecherin der CDU Möhnesee, zeigte sich trotz einem Verlust von 4, 5 Prozent der Stimmen mit dem Ergebnis zufrieden. „Wichtig ist jetzt eine gute Zusammenarbeit zwischen Rat, Verwaltung und Hans Dicke — ein Konsens für eine Sachbasis”, erklärte sie.
Gute Perspektive
Uwe Gronert (Bündnis 90/Die Grünen): „Ich bin froh, dass Hans Dicke zum Bürgermeister gewählt worden ist. Das ist eine gute Perspektive für die Ratsarbeit in der Zukunft. Mit dem Wahlergebnis bin ich absolut zufrieden. Wir haben unser Ergebnis von 2004 noch gesteigert. Wichtig ist, dass keine Partei die Mehrheit hat. Es wird ein vielfältiger Rat.”
Mehr Stimmen
Dr. Boris Cramer (FDP): „Wir haben deutlich mehr Stimmen erhalten als vor fünf Jahren”.. Das Ergebnis der SPD bezeichnete er als dramatisch. Mit Bürgermeister Hans Dicke, so Cramer, sei eine vernünftige Zusammenarbeit möglich. Glücklich über die Wahl von Hans Dicke sind auch die Aktiven Möhneseer Bürger. Das betonte Georg Schwarzkopf gegenüber unserer Zeitung. Etwas enttäuscht ist die AMB über ihr Wahlergebnis. Obwohl sie ein Prozent zugelegt hat, ist die Bürgerpartei in der kommenden Legislaturperiode nur mit einem Sitz im Gemeinderat vertreten.
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