Schwerverkehr muss um Brücken herumgeführt werden

Lippstadt..  Drei Brücken im Verlauf der B 55 in Lippstadt weisen Tragfähigkeitsdefizite auf. Die Untersuchungen des Bundesverkehrsministeriums zu den Auswirkungen des überdurchschnittlich angestiegenen Schwerverkehrs haben gezeigt, dass insbesondere bei älteren Brücken die Tragfähigkeitsreserven allmählich erschöpft sind. Sie genügen nicht mehr den aktuellen Anforderungen.

In diesem Zusammenhang mussten auch drei Brücken entlang der B 55 in Lippstadt mithilfe zeitgemäßer Rechenmodelle überprüft werden. Die Ergebnisse liegen jetzt vor. Die Lippe- und Lippeumflutbrücke sowie die Brücke Margaretensee weisen demnach Defizite auf und müssen erneuert werden. In einem ersten Schritt wird es zu Verkehrseinschränkungen kommen.

Verkehr nicht vorhersehbar

Die in den Jahren 1959 und 1960 erbauten Brücken haben Längen zwischen 37 und 84 Metern. Sie wurden nach den jeweils gültigen technischen Regelwerken berechnet und gebaut und sind auf die zu diesem Zeitpunkt prognostizierten Verkehrsbelastungen bemessen worden. Die heutigen LKW-Verkehre, insbesondere die Schwerverkehre, waren damals aber nicht vorhersehbar.

Bis zur Erneuerung der Bauwerke sind verkehrseinschränkende Maßnahmen notwendig, um die Belastung der Brücken zu verringern. Auf Initiative von Straßen NRW wurden daher unter Beteiligung der Stadt Lippstadt, von Nachbarkommunen, der Polizei sowie weiterer Behörden mögliche Verkehrseinschränkungen erörtert.

Notwendig ist es, für Teilbereiche der B 55 den Schwerverkehr umzuleiten. Ein abschließendes Ergebnis liegt noch nicht vor, da im Rahmen der Erstellung des Umleitungskonzeptes noch weitere Detailuntersuchungen und Abstimmungen notwendig sind.