Schützen loben erstes gemeinsames Fest

Feiern gerne zusammen: Hier schreitet das Königspaar der Jungschützen, Pauline Rosay und Oliver Frisse, vor dem Pfarrheim durch die Reihen der Bürgerschützen.
Feiern gerne zusammen: Hier schreitet das Königspaar der Jungschützen, Pauline Rosay und Oliver Frisse, vor dem Pfarrheim durch die Reihen der Bürgerschützen.
Foto: Armin Obalski
Was wir bereits wissen
Viel Lob und kaum Kritik gab es bei der Bilanz des ersten gemeinsamen Schützenfestes in Rüthen. Dazu kamen mehr Besucher als erwartet worden waren.

Rüthen..  Während in vielen Gemeinden noch ausgiebig Schützenfest gefeiert wird, gehört das Fest in der Bergstadt schon wieder der Vergangenheit an. Vier Wochen nach dem ersten gemeinsamen Schützenfest trafen sich Bürger- und Jungschützen zur Manöverkritik. Im Ergebnis gab es viel Positives und nur sehr wenig Negatives.

„Wir wollen dies heute nutzen, um das Schützenfest noch einmal Revue passieren zu lassen“, begrüßte Heiner Fahle als Vorsitzender der Bürgerschützen die Teilnehmer. Zwar war deren Zahl wegen der sommerlichen Hitze recht überschaubar, doch ließen es sich die Schützen nicht nehmen, ihren beiden Vorständen für ein durchaus gelungenes Fest zu danken. Erstmals feierten Jung und Alt gemeinsam. Vom Buschaufsetzen über Vogelschießen und Ständchenbringen bis hin zu den großen Umzügen fand alles in großer Harmonie statt. „Das war eine hervorragende Leistung und daran sollten wir festhalten. Wir sind stolz auf die vorbildliche Zusammenarbeit“, resümierte der Vorsitzende der Jungschützen, Sebastian Becker, das Fest.

Dem schlossen sich die Schützenbrüder an: Nachdem Schatzmeister Elmar Teipel in der Festabrechnung über die Einnahmen und Ausgaben informiert hatte, waren die anwesenden Schützen mit ihrer Kritik an der Reihe – und diese fiel äußerst positiv aus. So hatten die Anwesend nur wenige „Kleinigkeiten“ zu bemängeln. So sei beispielsweise zu wenig Bewirtungspersonal für das Fest geordert worden. „Wir sind überrollt worden. Wir haben mit 20 Prozent mehr kalkuliert, es war aber 100 Prozent mehr los“, entschuldigte sich Fahle für die teils langen Warteschlangen an den Theken. „Nächstes Jahr werden wir es besser machen, so dass so etwas nicht noch einmal passiert“, versprach er.

Zudem sei die musikalische Unterhaltung an den Königstischen „nicht optimal gewesen“, wie vom Tambourkorps Rüthen bemängelt wurde. Die vielen Tische in der Halle seien teilweise ein Hindernis für die Musikkapellen gewesen. Doch auch für dieses Problem hat der Vorstand bereits eine Lösung: „Wir werden die Tische im nächsten Jahr minimieren, es waren ohnehin nicht alle besetzt“, schlug Sebastian Becker vor.

Musiker zeigen vollen Einsatz

Großes Lob ernteten neben dem Tambourkorps auch die übrigen fünf Musikkapellen: „Ihr habt draußen gespielt, ihr habt in der Halle gespielt – überall herrschte beste Stimmung“, lobte ein Schützenbruder. Dem schloss sich der Jungschützenkönig an: „Das war eine tolle Leistung“, lobte Oliver Frisse.

Der Festablauf soll im Großen und Ganzen so beibehalten werden. Lediglich der Samstag wird vermutlich zu Gunsten der älteren Schützenbrüder „ein wenig gestrafft“, wie Heiner Fahle bekannt gab. Da die Schützen während des gesamten Tages über sechs Stunden unterwegs waren, spielt der Vorstand mit dem Gedanken, beispielsweise das Ständchenbringen für die Jubelpaare vor dem alten Rathaus für alle gemeinsam abzuhalten. „Das Gremium arbeitet bereits an einer Lösung“, versicherte Fahle. „Wir sind für jeden Ratschlag dankbar und wir versuchen alles miteinzubauen“, so Becker.

Statt weiterer Verbesserungsvorschläge gab es von den meisten Schützenbrüdern viel Lob: „Es ist klar, dass es weitere Anforderungen gibt, doch es hat allen großen Spaß gemacht und es war ein gelungenes Fest.“ So sahen es auch die beiden Vorsitzenden: „Die Bevölkerung war zufrieden und ich bin sicher, dass wir auf einem guten Weg sind“, freute sich Fahle. Und Becker lobte ausdrücklich Alfons Altstädt auf dessen Initiative das gemeinsame Fest zurückgeht.