Schützen haben nach 25 Jahren neuen Präses

Sichtigvor..  Personelle Änderungen aber auch Kontinuität im Vorstand brachte die Jahreshauptversammlung der Schützenbruderschaft St. Georg Sichtigvor am Samstagabend mit sich. Oberst Thomas Schulte bleibt für weitere drei Jahre im Amt. Gerrit Balzer wurde von den Mitgliedern einstimmig zum Fahnenoffizier gewählt. Als neuer Präses tritt Pfarrer Markus Gudermann in die Fußstapfen von Pastor Josef Sauerwald.

„Initiiert durch unseren Oberst Thomas Schulte gab es in den vergangen 15 Jahren viele Änderungen und Prägungen. Das beste Beispiel ist das Junggesellen-Vogelschießen. Ebenso hat Thomas eine sehr gute Jugendarbeit geleistet“, lobte der 2. Vorsitzende Bernd Heinze die Vereinsarbeit des zur Wahl stehenden Obersts. Einstimmig und mit großem Applaus wählten die Mitglieder Thomas Schulte erneut an die Spitze der Bruderschaft. Auch Stefan Bühner als Königsoffizier und Holger Klemmt als Fahnenoffizier konnten sich über die Wiederwahl freuen. Als Fahnenoffizier wurde Jochen Schmidt nach 17-jähriger Vorstandsarbeit verabschiedet. Der amtierende Junggesellenschützenkönig Gerrit Balzer wurde von der Versammlung zum Nachfolger gewählt.

Nach 25 Jahren wurde Pastor Josef Sauerwald als Präses der Schützenbruderschaft verabschiedet. „Mit Rat und Tat stand mir Josef immer zur Seite, vor allem konnte ich viel mit ihm über Vereinsprobleme sprechen und mich ihm anvertrauen“, blickte Oberst Schulte auf die erfolgreiche Zusammenarbeit zurück. In den vergangen Jahren hat Pastor Sauerwald rund 21 Schützenfeste miterlebt. Sichtlich freute er sich über die vielen schönen Erinnerungen im Rahmen der Sichtigvorer Hochfeste. Sein Nachfolger Markus Gudermann versprach den Schützenbrüdern sein Bestes zu geben und dem Vorstand mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Königsaspiranten Mangelware

Im weiteren Verlauf blickte Oberst Schulte auf ein erfolgreiches Schützenfest 2014 zurück. „Insgesamt war es ein gelungenes, harmonisches Drei- Tage-Fest“. Die Umzüge haben sich viele Besucher, darunter auch auswertige Gäste, angeschaut. Das Vogelschießen war ebenso gut besucht und das Wetter spielte meistens mit“, resümierte Schulte. Da es immer weniger Anwärter beim Vogelschießen gäbe, habe der amtierende Schützenkönig Markus Cramer letztes Jahr alleine um die Königswürde gerungen. Thomas Schulte, selbst ehemaliger Schützenkönig, motivierte seine Vereinsmitglieder „dieses Gefühl zu erleben“ und den Vogel abzuschießen.

Das diesjährige Schützenfest findet vom 25. bis 27. Juli statt. Über die Vergabe der Schänke waren sich die Mitglieder größtenteils einig: Den Zuschlag erhielt Festwirt Willi Funken aus Brilon.

Nach dem Geschäftsbericht durch Rechnungsführer Frank Schulze bescheinigte Kassenprüfer Karl-Heinz Göers diesem nicht nur gute Arbeit, sondern nutzte die Gelegenheit auch zu Kritik an der Vorstandsarbeit vergangener Jahre. Kritische Worte sandte er an die ehemaligen Vorstandsmitglieder im Hinblick auf die damalige Vertragsvereinbarung der Schützenbruderschaft mit der Stadt Warstein. Hierbei ging es Göers um das Missverhältnis bei der Hallenanmietung durch den Schützenverein einerseits und um die vertragliche Verpflichtung zur Wartung der Halle durch die Mitglieder andererseits.

Die von ihm eingeleitete Diskussion sorgte für reichlich Zündstoff. Seiner Meinung nach hätte sich die Stadt aus der Verantwortung gezogen und dem Schützenverein die Haftung aufgebürdet, so Göers. Die Vergütung eines Hallenwartes sähe die Satzung der Bruderschaft nicht vor, infolgedessen sei man auf die ehrenamtliche Wartung und Pflege der städtischen Liegenschaft durch die Mitglieder angewiesen. Letztlich müsse sich die Schützenbruderschaft vertragskonform verhalten, andernfalls könne die Stadt Warstein das Haus Teiplaß schließen.

Berichte aus den Gruppen

Markus Adrians erstattete den Bericht über die erfolgreichen Aktivitäten der Schießsportgruppe. Über 47 Mitglieder und über 30 Mal den Platz 1 bei Wettkämpfen freute sich der Vorsitzende und Trainer der Sichtigvorer Sportschützen.

Anschließend berichtete Vorstandsmitglied Dirk Hunecke über die Vereinsgeschehnisse des Tambourkorps. Nach neunjähriger Tätigkeit als 1. Vorsitzende war Friedhelm Kamann zurückgetreten. Zu seinem Nachfolger hatten die Mitglieder des Tambourkorps Andreas Oldenburg an die Spitze gewählt.

Die Vertreter der Kapellenkommission der Schützenbruderschaft Markus Quente und Detlef Bartsch stellten ihren Bericht vor. In diesem Jahr feiert die Kreuzbergkapelle am 6. Juni ihr 125-jähriges Jubiläum.