Schnaodloiper sind nicht mehr wegzudenken

Gründungsväter und aktueller Vorstand
Gründungsväter und aktueller Vorstand
Foto: WP
Mehr als 100 Schnaodloiper-Freunde kamen am Samstagabend auf dem Festplatz an dem ehemaligen Sägewerk Fisch in der Dieplohstraße zusammen.

Warstein.. „20 Jahre Wöske Schnaodloipers. Ein kleines Jubiläum – aber ein Jubiläum für das sich ein Fest lohnt“, begrüßte der erste Vorsitzende Frank Niggemann die Vereinsmitglieder und Gäste. „Wir können stolz auf unseren Verein und auf die geleistete Arbeit sein. Mit aktuell 354 Mitgliedern haben wir in den vergangen Jahren 15 Projekte in Warstein umsetzen können“, so Niggemann. Dass die Stadt Warstein dankbar für ihre geleisteten Arbeiten ist, machte Ortsvorsteher Dietmar Lange in seiner Laudatio deutlich. „Es sind eine Vielzahl von Aktivitäten herausragender Art entstanden, die unserer Stadt gut getan haben. Ihre Menschen und ihre Gäste sind dankbar für eure steten Unternehmungen“, lobte Lange die Schnaodloiper.

„War die Idee der Gründung Zufall oder doch eher eine Götterdämmerung?“ Mit dieser Frage leitete Dietmar Lange als Moderator eine kurzweilige Talkrunde ein, die mit der Besetzung der ehemaligen Vorsitzenden Thomas Oppmann (1995-2003), Andreas Wulf (2003-2009), Stefan Hagedorn (2009-2015) sowie dem aktuellen Vorsitzenden Frank Niggemann und Gründungsmitglied Paul Schmieding kompetenter hätte nicht sein können. „Nach dem Bekanntwerden, dass es keinen Heimatabend mehr geben soll, haben wir uns bei Grafen in der Kneipe getroffen. Wir haben sozusagen eine Revolution gemacht“, beschrieb Talkgast Thomas Oppmann die damalige Initialzündung.

Auf die Frage, ob es ohne Frauen nicht langweilig im Verein wäre, merkte Andreas Wulf an, dass sich die Schnaodloiper als reiner Männerverein verstehen. „Als es eine Mitgliedschaftsanfrage einer Frau gab, haben wir in einer außerordentlichen Vorstandssitzung entschieden: Der Antrag wird abgelehnt“, erinnerte sich Wulf. In Anspielung auf Willi Frintrop, den „200 Jährigen“ der Schnaodloiper, wollte Moderator Lange wissen, welche Eigenschaften diese Amtsperson mitbringen muss. Die ehemaligen Vorsitzenden waren sich einig: Er muss trinkfest sein und sollte die Grenzen seiner Stadt kennen, obwohl sich Frintrop während eines Schnadeszuges schon einmal im Weg geirrt hätte. Doch die Jubiläumsgäste zeigten Nachsicht, Schuld war demnach das Hameckeweib, welches ihm seinerzeit wohl den Kopf verdrehte.

Nachdem im vergangen Jahr 21 neue Schnaodloiper aufgenommen wurden, erhielten sie am Samstag ihre Vereinskittel. Damit sie demnächst fehlerfrei die Heimatlieder mitsingen können, bekamen sie eine CD mit den Liedern der Wöske Schnaodloiper. Für eine „Live-Kostprobe“ waren die Mitglieder des „warstein project“ zuständig, die musikalisch das Programm begleiteten.