Schlusslicht im Kreis
28.11.2009 | 08:00 Uhr 2009-11-28T08:00:00+0100Rüthen. Bei der künftigen Bevölkerungsentwicklung ist die Stadt Rüthen das Schlusslicht im Kreis Soest. Eine Berechnung des Statistischen Landesamtes sagt der Bergstadt für das Jahr 2030 nur noch 8840 Einwohner voraus. 2008 lebten noch 10 890 Menschen in Rüthen.
Dieser Rückgang von 18,8 Prozent wird der stärkste im ganzen Kreis sein. Unterschiedlich betroffen von dem Rückgang sind alle Städte, von nur minus 1,3 Prozent in Ense bis zu minus 16,1 Prozent in Warstein. Lediglich für Geseke sagen die Fachleute einen Anstieg der Einwohnerzahlen um 3,1 Prozent voraus.
Irgendwann zwischen 2015 und 2020 wird die Einwohnerzahl Rüthens erstmals unter die Grenze von 10 000 Menschen fallen. 2030 wird die Zahl der Kinder bis zehn Jahre noch bei etwa 830 liegen (200 weniger als im Jahr 2008). Den spürbarsten Verlust wird die Bergstadt bei den jungen Leuten von 16 bis 25 Jahren zu verzeichnen haben — nur noch 730 statt zuletzt 1180.
Auch bei den Menschen im besten Alter, zwischen 40 und 60 Jahren, hat Rüthen (nach Warstein und Welver) die deutlichsten Rückgänge: Von 3190 auf dann noch 2070. Auffallend: Was anderen Städten noch bevorsteht, nämlich ein deutlicher Zuwachs an älteren Menschen, das hat die Bergstadt schon hinter sich. So wird der Anteil der Einwohner zwischen 60 und 80 Jahren von 2210 auf 2640 steigen (das ist mit „nur” knapp 20 Prozent nach dem Kurort Bad Sassendorf die geringste Steigerung); bei den über 80-Jährigen sagen die Statistiker mit 8,8 Prozent (von 570 auf 620) den niedrigsten Zuwachs voraus — auf Ense beispielsweise kommt eine Steigerung von 251 Prozent voraus.
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