Das aktuelle Wetter Soest 12°C
In Arnsberg gilt heute...

Scheiwe-Mord ab heute vor Gericht

11.08.2009 | 00:04 Uhr

Soest/Arnsberg. 54 Sitzplätze für interessierte Besucher, 18 für die Presse: „Das sind weitaus mehr als jemals in Anspruch genommen wurden”, erklärt Peter Marchlewski, Dezernent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, wie sich das Landgericht Arnsberg auf den heutigen Ansturm vorbereitet hat.

Ab 9.15 Uhr wird im Saal 3 das Verfahren gegen Jörg B. aus Soest eröffnet. Vor der 2. Großen Strafkammer, die unter Vorsitz von Richter Willi-Kurt Erdmann als Jugendkammer tagt, muss sich der 1969 geborene Angeklagte verantworten.

Ihm wird vorgeworfen, in der Nacht zum 17. Mai 1987 nach einer Feier in Ostönnen die damals 22-jährige Ursula Scheiwe mit zahlreichen Stich- und Schnittwunden getötet zu haben.

a der Angeklagte zum Tatzeitpunkt 18 Jahre alt war, muss er sich vor der Jugendkammer verantworten.

„Es gilt das Windhundprinzip”, erklärt Pressesprecher Peter Marchlewski, wie das Gericht mit dem erwarteten Zuschauerandrang u.a. aus Ostönnen und dem Andrang der Medienvertreter fertig wird. Kurz nach acht Uhr wird der Saal geöffnet, dann kann die Öffentlichkeit in den Saal. „Wir werden mit den 18 Presseplätzen auskommen”, ist sich Marchlewski sicher. Denn Kameraleute und Fotografen verschwinden sofort wieder — sie dürfen während der Verhandlung keinerlei Aufnahmen machen. „Und auch die überregionale Presse ist schnell wieder weg.” Am heutigen Dienstag wird die Anklage verlesen und es werden die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Angeklagten abgefragt. Danach rechnet Marchlewski damit, dass das Gericht den Zeitplan abstimmen wird. Grundsätzlich ist das Ende der täglichen Sitzungzeit offen — das liegt in der Hand des Richters. Auf den zweiten Verhandlungstag müssen die Zuhörer drei Wochen warten, erst am 1. September, um 9.15 Uhr, soll die Verhandlung fortgesetzt werden. „Die Kammer springt direkt drei Wochen wegen der Urlaubssituation”, erklärt der Pressesprecher. „Auch die Verteidiger hatten anders keine Zeit.” Sensibilisiert durch die jüngsten Justizskandale, bei denen wegen zeitlicher Verschleppung Angeklagte vor der Verhandlung wieder auf freien Fuß kamen, hat das Gericht durch das Oberlandesgericht diesen Zeitrahmen billigen lassen: „Der Senat hat festgestellt, dass das Verfahren hinreichend schnell gefördert worden ist, dementsprechend wurde die Haftbeschwerde zurückgewiesen.”

Gabriele Draeger

Facebook
 
Videos die Sie interessieren könnten
Lippstadt steht Kopf
Video
Herbstwoche
Markt der Unternehmerinnen
Video
Frauen-Netzwerk Hellweg
Kommentare
15.08.2009
23:33
Blockierter Kommentar.
von Matthias.Kiesel | #5

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

14.08.2009
22:12
Blockierter Kommentar.
von fatih | #4

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

13.08.2009
22:58
Blockierter Kommentar.
von Thomas.Lau | #3

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

13.08.2009
00:26
Blockierter Kommentar.
von Thomas.Lau | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

12.08.2009
23:27
Blockierter Kommentar.
von Thomas.Lau | #1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/73966/create

Aktuelle Fotos und Videos
Mit der WLE unterwegs
Bildgalerie
Mitgefahren
Segwaypolo German Masters
Bildgalerie
Segwaypolo
Kraft-Wahlkampf in Soest
Bildgalerie
NRW-Wahl
Schulfest der Nikolausschule
Bildgalerie
Schulfest
Aus dem Ressort
Zu schnell auf nasser Straße
Frontal gegen Lkw
Glück im Unglück hatte am Donnerstagabend ein 19-jähriger Polo-Fahrer aus Rüthen. Er war gegen 18.15 Uhr auf der Kellinghauser Straße in Richtung Lippstadt unterwegs. In einer Rechtskurve rutschte sein Polo auf der regennassen Straße auf die Gegenfahrbahn. Dort kollidierte der Pkw frontal mit einem
71-Jähriger mit Pkw 400 Meter von Eurobahn mitgeschleift
Bahnunfall
Der Fahrer eines Pkw aus Ense im Kreis Soest hatte keine Chance. Der 71-Jährige wurde mit seinem Auto an einem Bahnübergang zwischen Westönnen und Werl von einer heranfahrenden Eurobahn erfasst und 400 Meter mitgeschleift. Die Feuerwehr schnitt den Toten aus dem Fahrzeugwrack.