Schattenspender und Nahrung für Bienen

Rüthen..  So soll es sein, so wünscht es sich Markus Dahlhoff. Er ist einer der Initiatoren des Erlebniswanderweges unterhalb der Stadtmauer und hat dem Heimatverein dabei geholfen 30 Obst- und Walnussbäume an dem Teil des Weges zu pflanzen, der durch die Wiesen führt. „Auch wenn der Weg aus Initiative der CDU-Ortsunion angelegt wurde, so sollte er doch ein Anliegen aller sein“, betont Dahlhoff. Ein Weg, den Bürger bereichern für andere Bürger, vor allem aber für auswärtige Gäste, so schwebt es den Initiatoren vor. Das hat man immer betont.

Doch Dahlhoff ist enttäuscht. Er ist enttäuscht von Teilen der Rüthener Politik und von Bürgermeister Peter Weiken. Dieser hatte unter Hinweis auf andere erforderliche Arbeiten in der jüngsten Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses den Einsatz des Bauhofes am geplanten zweiten Abschnitt des Erlebniswanderweges abgelehnt. Dieser sollte, wie im vergangenen Jahr das erste Teilstück, am 1. Mai erstmals erwandert werden können.

Einige Politiker hatten sich indes Sorgen um die Pflege gemacht. Sogar von der Notwendigkeit zum Aufstellen von Mülleimern – und deren regelmäßiger Entleerung – war die Rede. Ein Müllproblem, so Dahlhoff, habe es am ersten Abschnitt bislang nicht gegeben. Daran werde sich, ist er überzeugt, auch nichts ändern, wenn dort, wie gewünscht, Bänke aufgestellt werden. Außerdem solle der Weg seinen natürlichen Charakter behalten. „Da kommt keiner, macht Picknick und hinterlässt dann seinen Müll“, betont der Landschaftsgärtnermeister.

Route zumindest ausschildern

Doch Markus Dahlhoff und seine Mitstreiter wollen sich nicht entmutigen lassen. Zumindest planen sie zum 1. Mai den zweiten Abschnitt auszuschildern. Dieser führt vom bisherigen Endpunkt unterhalb des Hexenturms durch den Trappenwald zu den Fischteichen, dann das Jammertal aufwärts zum Katzenbuckel am Schneringerberg.

„Es ist wichtig, Menschen nach Rüthen zu locken und sie in der Stadt zu halten“, betont Dahlhoff. Dafür sieht er neben dem Rundweg auf der Stadtmauer im naturbelassenen Erlebnisweg unterhalb mit Blick auf das Bollwerk eine weitere gute Möglichkeit. So ist auch angedacht, auf dem Parkplatz am Hachtor eine Tafel mit Bildern und einem Höhenprofil aufzustellen. Diese soll aufzeigen, wie man die insgesamt 3,2 Kilometer lange Strecke bis zum Ausgangspunkt bewältigen kann.

Programm des Kreises Soest

Doch zurück zu den 30 frisch gepflanzten Bäumen. Finanziert wurden sie aus einem Programm des Kreises Soest. Hermann Krämer, Vorsitzender des Heimatvereins, der sich auch dem Naturschutz widmet, hält den Weg für den idealen Ort. „Sind die Bäume größer, spenden sie Schatten und wenn sie blühen, bietet sich zwischen Rüthen und Altenrüthen ein tolles Bild. Außerdem bieten sie Bienen Nahrung.“ Dankbar wäre der Kassierer des Heimatvereins, Steffen Gockel, wenn sich Bürger oder Firmen mit Spenden am noch anzubringenden Verbissschutz für die jungen Bäume beteiligen und so ihre Verbundenheit mit dem Projekt zeigen würden.