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SC Paderborn spielt nicht in Lippstadt - Sicherheitsanforderungen zu kostspielig

29.09.2012 | 20:16 Uhr
SC Paderborn spielt nicht in Lippstadt - Sicherheitsanforderungen zu kostspielig
Kein Spiel in Lippstadt. Paderborns Profis bleiben zuhause. Zu kostspielig ist der Aufwand für die Sicherheitsvorgaben.Foto: Sellmann

Lippstadt/Paderborn.  Bedauerlich für alle Fans im Fußballkreis Lippstadt: Das für Mittwoch, 9. Oktober, geplante Testspiel zwischen dem Oberligisten SV Lippstadt und Zweitligist SC Paderborn findet nicht statt. Unverhältnismäßige Kosten für die Sicherheitsanforderungen sind der Grund.

Beide Vereine haben sich auf die Absage geeinigt. Michael Born, Manager Sport beim SCP, begründet den Rückzieher wie folgt: "Wir hätten das Spiel gerne durchgeführt, um uns den Anhängern aus der Region zu präsentieren und der Mannschaft in der spielfreien Woche zusätzliche Spielpraxis zu geben. Allerdings stehen die Anforderungen in punkto Sicherheit in keinem Verhältnis zum sportlichen Wert des Spiels." Eine merkwürdige Entscheidung? Nein.

Der Aufwand für die Sicherheitsanforderungen wäre größer gewesen als bei jedem Oberliga-Spiel des SV 08. Dazu heißt es in einer Mitteilung vom SC Paderborn: Aufgrund möglicher Zwischenfälle mit Fans aus anderen Vereinen ergeben sich derart hohe Anforderungen an die Sicherheit, die unverhältnismäßig hohe Kosten nach sich ziehen.

Verstärktes Aufgebot an Security wäre nötig gewesen

Die Behörden - Polizei und Ordnungsamt - hätten für das Spiel ein verstärktes Aufgebot an Security-Mitarbeitern verlangt. Bei sportlichen Vergleichen von Vereinen mit einer Fankultur wie in Lippstadt und Paderborn sind solche Auflagen gängige Praxis. Das kann ein Testspiel für den ausrichtenden Verein teuer machen, wenn am Ende die Ausgaben über den Einnahmen stehen.

Bei möglicherweise nur 500 bis 600 Zuschauern im Stadion am Waldschlösschen, wäre eine Kostendeckung unter Umständen schwierig geworden für den SV Lippstadt. Deshalb einigten sich beide Klubs vorsichtshalber auf die Absage des Freundschaftsspiels. Schade!

Hartwig Sellmann


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