Sand im Abkühlbecken schlägt hohe Wellen

Patrick Pauscher, Badleiter des Allwetterbades Warstein, am Abkühlbecken im Saunabereich
Patrick Pauscher, Badleiter des Allwetterbades Warstein, am Abkühlbecken im Saunabereich
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Reinhold Zühlke aus Büren ist begeisterter Saunagänger – auch wenn ihm der Spaß am Saunieren beim letzten Besuch in der Allwettersauna am Wochenende gründlich vergangen ist. „Im Abkühlbecken befand sich im unteren Bereich Dreck, Haare und Schmutz“, erklärt Zühlke.

Warstein..  Reinhold Zühlke aus Büren ist begeisterter Saunagänger. Regelmäßig besucht er das Allwetterbad in Warstein. „Ich bin froh, dass es die Einrichtung gibt“, betont er – auch wenn ihm der Spaß am Saunieren beim letzten Besuch in der Allwettersauna am Wochenende gründlich vergangen ist. „Im Abkühlbecken befand sich im unteren Bereich Dreck, Haare und Schmutz“, erklärt Zühlke. Eine Saunaaufsicht, die er darauf aufmerksam gemacht habe, habe behauptet, es handele sich um Rost, „was auch nicht besser wäre“.

Daher gab sich Zühlke mit dieser Antwort auch nicht zufrieden, machte einen Schwimmmeister auf den Dreck im Becken aufmerksam. „Der hat mir gesagt, dass das Becken aus Kostengründen nur jeden Montag gründlich gereinigt wird. Da habe ich erst mal geschluckt. Schließlich geht man davon aus, dass das Becken jeden Abend gereinigt und das Wasser abgelassen werden müsste.“ Vor allem, da sich schnell Bakterienkulturen bilden könnten, wenn Badegäste ungeduscht das Becken benutzen.

„Es kann doch nicht sein, dass im Bereich der Hygienevorschriften so grob fahrlässig gehandelt wird“, regt sich Zühlke auf. „Bei den Aufgüssen wird von der Saunaaufsicht großer Aufwand betrieben und dann wird die Sauberkeit so gröblich vernachlässigt.“ Die Menge an Dreck sei außerdem ein Zeichen dafür, dass nicht täglich gereinigt werde. „Hier wird gespart am falschen Ende.“

Auf sich beruhen lassen wollte Zühlke die Sache nicht, setzte sich daher mit dem Warsteiner Ordnungsamt – „Die Dame hat gesagt, sie sei nicht zuständig, das ist schon bemerkenswert. Im Ordnungsrecht steht eindeutig, dass das Ordnungsamt zuständig ist, was Gefahren anbelangt“ – und beim Kreis-Gesundheitsamt in Verbindung.

Die hätten gestern ein sehr sauberes Tauchbecken vorgefunden, hätten sie der Allwettersauna einen Besuch abgestattet. „Wir haben nach der Beschwerde am Samstagabend das Wasser direkt abgelassen und es noch einmal gereinigt. Es ist nicht so, dass wir uns von solchen Beschwerden nichts annehmen“, betont Badleiter Patrick Pauschert, der gleichzeitig den Vorwurf von sich weist, dass das Becken nur einmal wöchentlich gereinigt werde. „Ich gehe davon aus, dass es da ein Missverständnis gab: Montags findet die Grundreinigung statt mit alkalischen und sauren Reinigern.“ Diese Chemikalien kämen nicht jeden Tag zum Einsatz. „Aber wir lassen jeden Abend das Wasser ab und es wird durchgeschrubbt und das Becken neu befüllt.“

Dreck an Füßen ins Becken getragen

Dass es zu Verunreinigungen in dem Becken komme, könne gerade an Wochenenden, wenn es voller sei, immer wieder vorkommen. „Da läuft jemand barfuß durch den Saunagarten und geht anschließend in das Becken ohne die Füße abzuspülen und schon ist der Dreck da.“ Auch durch die Rohrleitungen könne Sand ins Becken gespült werden.

Auf die Beschwerde von Reinhold Zühlke – „Uns war nicht bewusst, dass der Sand so negativ ins Auge fällt“ – will man reagieren und zusätzlich einen Staubsauger anschaffen, mit dem man zwischendurch das Becken säubern kann, „damit es auch optisch passt“.

Zühlke will sich vorbehalten, Anzeige zu erstatten wegen grober Verletzung der Hygienevorschriften.