Rüthener Teams motiviert für Neustart bei „Jugend forscht“

Rüthen..  „Wacker geschlagen“ haben sich laut ihrer Lehrerin Heike Warnecke-Tillmann die beiden Teams des Friedrich-Spee-Gymnasiums beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ am Samstag in Paderborn, auch wenn es noch nicht zu mehr als einer Teilnehmerurkunde gereicht habe. „Aber bei der Prämierung konnte man merken, dass meine Schokomädchen dem dritten Platz schon recht nahe gekommen waren“, freute sie sich mit Judith Polifke und Sandra Barkschat, die den Erstarrungszeitpunkt verschiedener Schokoladen untersucht hatten (wir berichteten). Außerdem stellte Xavier Stallmeister gemeinsam mit Louisa Adams und Isabel Hucht die Ergebnisse vor, die ihre Gesichtsfelduntersuchung bei Brillenträgern ergeben hatten.

Die eigene Idee ist der Motor

Wie Heike Warnecke-Tillmann betont, seien die Hürden für die Medaillenplätze durchaus hoch. Einen 1. Platz gibt es für innovative Ideen und brillante wissenschaftliche Umsetzung, einen 2. Platz für eine gute Idee und fundierte wissenschaftliche Bearbeitung und einen 3. Platz für die komplexere, wissenschaftliche Bearbeitung eines Themas. „Das war für uns in der kurzen Zeit nicht möglich“, bedauert sie.

Alle Teilnehmer seien sehr beeindruckt von der Vielfalt der Ideen und vor allem von der Umsetzung und Darstellung der Ergebnisse gewesen. Und das Beste: „Beide Rüthener Teams haben sich vorgenommen, wieder zu starten“, so Heike Warnecke-Tillmann. Dazu beitragen dürfte auch, dass eine Teilnahme an „Jugend forscht“ auch in der Q2 als besondere Lernleistung ins Abitur eingebracht werden kann. Als Fazit zieht die Lehrerin: „Die eigene Idee ist der Motor und führt die jungen Leute mit Ausdauer zum Erfolg.“

Unterstützung der Eltern erwünscht

Das Heinrich-Nixdorf-Forum (HNF) hatte zur Freude der Teilnehmer keine Kosten gescheut: Es gab 20 Euro Verpflegungspauschale, eine Aufwandspauschale von 40 Euro pro Startgruppe, ein Beiprogramm mit musikalischer Begleitung, eine Teambesprechung der Betreuer und viele Austauschmöglichkeiten. Laut Heike Warnecke-Tillmann wurde deutlich, dass der Wettbewerb vom Elternhaus unterstützt werden muss. Sechs der 48 Teams wurden bereits von Privatpersonen betreut. Wo die Schulen nicht die Rahmenbedingungen schaffen, sollen Schülerforschungszentren wie am HNF ausgebaut werden, die Jungforscher coachen. Der Antrieb, einer Sache auf den Grund zu gehen, liege aber in jedem selber.