Rüthener Stadtmauer ist ein Ort der Inspiration

Kreativtage rund um Handwerkerdorf und Hexenturm, Stadtmauer Rüthen.
Kreativtage rund um Handwerkerdorf und Hexenturm, Stadtmauer Rüthen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Stadtmauer ist auch in diesem Frühsommer der populärste Veranstaltungsort in Rüthen unter freiem Himmel. Gleich drei Veranstaltungen finden dort im Frühsommer mit dem Music Walk, dem Mauertrödel und den Kreativtagen statt.

Rüthen.. Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten. Die Stadtmauer ist auch in diesem Frühsommer der populärste Veranstaltungsort in Rüthen unter freiem Himmel. Zum Music Walk an Pfingstsonntag, 25. Mai, und Mauertrödel am 31. Mai kommen erneut die Kreativtage hinzu. Vom 2. bis 5. Juli lassen sich Hobbykünstler von der Atmosphäre auf der Mauer inspirieren.

Die Veranstalter schwärmen durch die Reihe vom besonderen Ort ihrer geplanten Aktivitäten. Für Karsten Krebsbach, Motor und Macher des Music Walks, der die Mauer schon zum dritten Mal zum klingen bringt, ist und bleibt sie „einfach eine coole Location“. Drei der vier Stationen finden daher auf der oder in unmittelbarster Nähe zur Stadtmauer statt. „Das gibt es sonst nirgendwo im weiten Umkreis – einen Trödelmarkt auf der Stadtmauer“, hebt Martina Straßburg den besonderen Vorzug ihrer Veranstaltung hervor. In Soest etwa wird in den Gräften getrödelt, in Rüthen aber gibt es von der Höhe grandiose Ausblicke in die weite Umgebung gratis zum Marktgeschehen dazu.

Teilnehmer kommen von weit her

Schon zum 16. Mal finden die Kreativtage statt, organisiert vom Kunstkreis unter dem Dach des Kulturrings Rüthen. Seit vielen Jahren schon haben sie am Hexenturm und im gegenüberliegenden Handwerkerdorf ihre Heimat gefunden. „Die Teilnehmer schätzen die besondere Atmosphäre“, lobte jüngst bei der Versammlung des Kulturrings Gisela Michel den ungewöhnlichen Ort. „Nicht umsonst kommen sie oft von weit her.“

Fünf Angebote macht das Organisatorenteam ihnen auch dieses Mal. Es besteht neben Gisela Michel aus Irmgard Dahlhoff-Heinrich, Monika Dröge-Jung, Jürgen Kampschulte, Karin Pieper, Goia Sabatino, Gabi Tack, Rebeca Wulfert und Musti Yildiz. Letzterer ist dieses Mal nicht selbst als Dozent dabei, sondern pausiert mit dem Angebot zu kreativer Metallgestaltung. Neu ist dafür „Objekte und Skulpturen aus Weide“ mit Claudia Gensch. Sie gibt seit vielen Jahren schon Flechtkurse und bezieht bei der Gestaltung der Objekte beispielsweise auch Pilze, Baumrinde und Filz mit ein.

Zum Klassiker geworden ist das figürliche Modellieren mit Papiermaché. Hier schätzen die Teilnehmer besonders die Formbarkeit der weichen Masse. Ursula Droste steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Den Bereich Malerei betreut dieses Mal die Suttroper Künstlerin Marita Mues. Seit vielen Jahren schon gibt sie Kurse und tritt mit Ausstellungen im In- und Ausland in Erscheinung. Sie lädt ein zur experimentellen Malerei in unterschiedlichen Techniken unter dem Thema „In die Welt der Farben eintauchen“.

Arbeiten mit Holz und Stein

Durchaus Kraft gefragt ist bei der Steinbildhauerei mit Michaele Zopp. „Formen, Dynamik und Zentriertheit“ hat sie ihr Angebot überschrieben, bei dem mit Natursteinen gearbeitet wird. Dauergast unter den Dozenten ist Paul Krüper. „Kreatives Gestalten mit Holz“ ist seine Passion, die er schon von Beginn der Kreativtage an seinen begeisterten Schülern weitergibt.

Alle Kurse beginnen am Donnerstag, 2. Juli, um 10 Uhr. Die Teilnehmer bekommen Mittagessen, das für sie im Pfadfinderzentrum am Eulenspiegel zubereitet wird, sowie Kaffee und Kuchen. Etabliert hat sich ein sommerliches Beisammensein am Freitagabend, bei dem die Teilnehmer den regen Austausch pflegen. Das schöpferische Ergebnis der Kurse können alle Interessierten am Sonntag, 5. Juli, von 14 bis 16 Uhr beim Besuchertag bestaunen. Auch dazu gibt es Kaffee und Kuchen. „Wir würden uns auf zahlreiche Gäste freuen – besonders aus Rüthen“, so Gisela Michel. Oft habe sie beobachten können, dass viele auswärtige Besucher kämen und nur wenige aus der Stadt.