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Schnatgang

Rüthener kontrollieren die Grenzen

10.06.2012 | 15:35 Uhr
Rüthener kontrollieren die Grenzen
Schnatgang Rüthen: An der gemeinsamen Grenze trafen sich am Samstag eine Abordnung der Altenrüthener mit den Rüthener Schnatgängern.

Rüthen.  Unter dem Motto „Rüthen wandert!“ trafen sich am Samstag zahlreiche Bürger, Abordnungen der Bürger- und Jungschützen sowie des Stadtrates und Ortsvorsteher Hubert Sauerborn zum traditionellen Schnatgang am Rathaus.

Busse brachten die Teilnehmer vom Marktplatz zum Eulenspiegel, wo der Schnatgang beginnen sollte. Für begleitende Musik sorgte das Tambourkorps Rüthen. Zuvor jedoch übergab Bürgermeister Peter Weiken die Standarte der Stadt Rüthen an den Schützenoberst Walter Schlüter. Er selbst konnte aus persönlichen Gründen nicht am Schnatgang teilnehmen. „Der Schnatgang ist eine alte Tradition, die wir heute fortsetzen wollen. Nicht nur, um unsere Grenzen zu kontrollieren, sondern um uns mit Freunden und Nachbarn zu treffen“, erklärte Bürgermeister Peter Weiken. Diese alte Tradition lässt sich auf Grenzstreitigkeiten zwischen benachbarten Ortschaften zurückführen.

Der Abmarsch erfolgte am Eulenspiegel. Über den Frankenberg, zum Biesenberg und zur Habichtsfalle kamen die Wanderer schließlich zum Kattensiepen. Nächster Halt war die Kallenhardter Grenze, zu der sowohl Ortsvorsteher Dietmar Kruse als auch Baron von Fürstenberg gekommen waren. Dieser überprüfte persönlich den Grenzstein. Hier rasteten die Schnatgänger und stärkten sich für den weiteren Weg. Dieser führte über den Glenneweg weiter zur Altenrüthener Kuhbrücke.

Ortsvorsteher Heinz Werner Klaus begrüßte dort die Nachbarn freundlich. „Ich finde es ganz klasse, dass diese alte Tradition so fortgesetzt wird“, sprach er.

Pohläsen durfte nicht fehlen

Natürlich durfte auch bei diesem Schnatgang das traditionelle Pohl-äsen nicht fehlen, bei dem jeder Teilnehmer des Schnatgangs drei mal mit dem Hinterteil den Grenzstein berühren muss.

Zum Abschluss wanderten die Schnatgänger zur Rüthener Vogelstange. Dort sollte der Tag seinen Ausklang finden. Für die Verpflegung wurde bestens gesorgt und die Bergstadtmusikanten sorgten für eine musikalische Untermalung.

Laura Flormann



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