Rüthener erfüllen altes Gelöbnis

Rüthen..  Auf ein Gelöbnis aus dem Jahr 1625, geleistet mitten in einer verheerenden Pestepidemie, die 502 Opfer – mehr als ein Viertel aller damaligen Bewohner Rüthens – forderte geht der Lobetag in Rüthen zurück. Nachdem dieses Gelöbnis abgelegt worden war, so besagen die Quellen, ließ die Epidemie unversehens nach. Zum Dank dafür wird jährlich die Lobeprozession abgehalten, die wieder am Sonntag, 7. Juni, stattfindet.

Kinder legen Blumenteppich

Am Samstag, 6. Juni, legen die Kommunionkinder mit ihren Eltern einen Blumenteppich vor der Marienkapelle. Böllerschüsse und Glockengeläut weisen um 20 Uhr auf die Prozession hin. Die Messdiener kommen am Sonntag um 6 Uhr zur Einkleidung ins Pfarrheim. Die Kommunionkinder nehmen in ihrer festlichen Kleidung teil.

Der Auszug der Prozession erfolgt um 6.30 Uhr. Alle Kinder treffen sich um 6.20 Uhr vor der Nikolauskirche. Sie gehen bis zur dritten Station mit und werden bis zur Festmesse im Pfarrheim betreut. Die Prozession wird nach der Pause am Schneringer Tor um 9.15 Uhr fortgesetzt. Um 10 Uhr beginnt das Hochamt in der Johanneskirche, anschließend geht die Prozession zum Schluss-Segen auf den Marktplatz.

Bei sehr schlechtem Wetter fällt der erste Teil der Prozession aus. Dann findet um 6.30 Uhr eine Andacht mit sakramentalem Segen in der Nikolauskirche statt. Die Festmesse um 10 Uhr in der Johanneskirche und der darauf folgende Prozessionsteil zum Markt finden bei jedem Wetter statt.