Rentner-Politiker laufen im Pulk zu den Piraten über
28.06.2012 | 14:20 Uhr 2012-06-28T14:20:30+0200
Soest. Verstärkung für die Piratenpartei in Soest: Auf einen Schwung gewannen die Piraten gleich zwanzig Politik-Erfahrene hinzu. Die neuen Mitglieder gehörten bis dahin zu einer anderen Partei - und sind in den klassischen Piraten-Themen bisher eher unerfahren.
Manchmal muss man nicht mal entern. Manchmal kommt die Beute von selbst an Bord: Im Kreis Soest ist der gesamte Vorstand der Rentnerinnen und Rentner Partei (RRP) geschlossen der Piratenpartei beigetreten. Und hat die Hälfte der Mitglieder gleich mitgenommen.
Die Initiative ging von den Rentnern aus. „Wir fühlen uns bei den Piraten hervorragend aufgehoben, dort können wir etwas bewegen“, sagt Inge Schmidt-Barthel, ehemalige Vorsitzende der RRP in Soest. Wissbegierig sind die Senioren vor allem, wenn es um Technik geht. „Da haben wir noch Aufholbedarf“, räumt Schmidt-Barthel (68) ein.
Piraten und Rentner nähen sich thematisch an
Aber das Projekt ist keine Einbahnstraße. Programmatisch wollen sich die Piraten Themenfeldern öffnen, die vor allem die ältere Generation betreffen. Als erste Maßnahme haben die Senioren deshalb in ihrer neuen politischen Heimat einen Arbeitskreis gegen Altersarmut und Rentenungerechtigkeit gegründet.
„Wir werden uns auch in Zukunft für die Interessen der Rentner einsetzen“, kündigt Schmidt-Barthel an, die jüngst als Beisitzerin in den Soester Piraten-Vorstand gewählt wurde. „Wenn wir es nicht machen, wer denn dann?“
Ein Schritt mit Vorbild-Charakter
Dieter Nötzel, der bei der Landtagswahl im Kreis Wesel als Kandidat der Rentnerinnen und Rentner-Partei (RRP) war, will die Wahl anfechten. Er hat Strafanzeige wegen versuchter Wahlmanipulation gestellt, da sein Name durch den Knick des Wahlzettels wohl verdeckt wurde.
Zwar ist die Zahl der „Überläufer“ noch überschaubar – etwa 20 RRP-Mitglieder wechselten die Seite –, trotzdem glauben beide Gruppen, dass ihr Schritt über die Region hinaus Vorbildcharakter haben kann. „Wir passen wunderbar zusammen und ergänzen uns inhaltlich. Deshalb freuen wir uns auf die Zusammenarbeit“, sagt Stefan Posdzich, Sprecher der Piraten im Kreis Soest.
Die von jüngeren Mitgliedern geprägte Piratenpartei sieht die Chance, sich neuen Wählerschichten zu öffnen. Bei der vergangenen Landtagswahl erreichte sie im Kreis Soest gut acht Prozent. Seit Januar ist sie in Werl mit zwei Mitgliedern im Rat vertreten und stellt dort die erste Piratenfraktion in Nordrhein-Westfalen.
09:00
Was das alte Sprichwort bestätigt, Alter schützt vor Torheit nicht.
Die Gefolgschaft der Piraten bröckelt schon jetzt dahin. Über kurz
oder lang werden sie Geschichte sein, wenn sie nicht bald ein Konzept entwickeln.
07:49
Uiii, dann wird die Partei sicher umbenannt in Piraten- und Piratinnen-Partei.
Oder in
"Rentnerpiraten"
Wir versprechen alles, wissen und können aber nichts !
Offiziell gibt es keine Piratinnen. Auch weibliche Piraten werden so genannt.
07:27
http://www.bild.de/politik/inland/piratenpartei/berliner-ex-piratenchef-gerhard-anger-rechnet-ab-24908242.bild.html
07:26
Schade, mittlerweile sind die Piraten nur noch ein chaotisches Sammelbecken von Politikloosern.
05:48
gewinnen die die-was-wollen. Die kein Verständnis für eine Politik haben, die unser Land in den letzten 20 Jahren in die Pleite geführt hat.
22:00
Die Ich-weiß-nicht-was-ich-will-Partei, die Piraten, gewinnt die Ich-weiß-nicht-was-ich-wählen-soll-weil-ich-von-Politik-keine-Ahnung-habe-Wähler.
18:42
@ 2
Ein Versicherungsvertreter verkauft Versicherungen.
Ein Staubsaugervertreter verkauft Staubsauger.
Raten Sie was ein Volksvertreter verkauft.
den Spruch kannte ich noch nicht!
Finde ihn aber absolut gut getroffen und hammerhart!
18:10
Grundsätzlich ist die Piratenpartei für Rentner eine Alternative!
Die bisherigen Rentnerparteien waren erfolglos weil die Führungen nicht in der Lage waren adäquart zu arbeiten und daher nicht bekannt wurden!
Wenn jetzt die Piraten die Sorgen und Nöte der Rentner in ihren Programmen ergänzen, könnte dieses ein genialer Schachzug sein, ca. 20 Mio. Rentner stimmlich zu aktivieren!
In den sogenannten Volksparteien, wie SPD, CDU oder FDP haben die Rentner schon lange nichts mehr zu melden!
Träum weiter ......
Das "Programm" der Piraten ist für RentnerInnen zu breit gefächert. In den bisherigen Rentnerparteien haben sich fast ausschließlich Selbstdarsteller positioniert. Selbst eine Einigung wurde geschickt blockiert. Die anfangs sehr gut anlaufende Initiative wurde genau von diesen Leuten und eingeschleusten Personen gelähmt. Die Piraten wären besser beraten, wenn sie nicht auf Masse sondern eher auf Klasse setzen würden. Das.immense Wählerpotential von über 20 Millionen Rentnern = Wählern hat noch immer keine der etablierten Parteien aktivieren können, sprich die Programme "geben einfach nichts her".
18:07
Den Piraten wirft man sonst vor, dass sie einen Ein-Thema-Partei seien, jetzt kommen andere Gesellschaftsgruppen mit ihren Themen in die Partei, jetzt ist es auch wieder nicht richtig
Ich finde es gut, dass die Piraten heterogener werden... und warum sollen Splitterparteien, die sonst nie ihre Politikvorstellung in die Öffentlichkeit, geschweige denn in die Parlamente, bekommen können, nicht versuchen, ihre Themen bei den Piraten unterzubringen.
Es zeigt ja nur, wie demokratisch die Piraten sind!
@ #2 Die Äußerung, die man ihnen am Parteienstand gegeben hat, zeigt nur, wie die etablierten Parteien den Bürger gerne hätten... Stimmvieh und sonst soll er sich heraus halten, weil er angeblich keine Ahnung hat.
Solange solche Politiker in den Blockparteien sitzen, so lange muss man Piraten wählen!
17:56
war der Wahlschlager von Helmut Kohl.
Und das ein Ex Chef seine Partei nicht mehr wählen würde, spricht dafür, dass er nicht zu ihr passt. Sein Vorbild ist nur für obrigkeitsgläubige eine Entscheidungshilfe - nur eben genau das sind diejenigen die mehr Bürgerbeteiligung für notwendig halten eben nicht.