Rehe fressen Blumen von den Gräbern

rehe friedhof allagen blumen gräber
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Foto: WP
Was wir bereits wissen
Auf dem Friedhof in Allagen gibt es ein Problem, ein tierisches um genau zu sein. Immer mehr Menschen beschweren sich über Rehe, die dort die Gräber verunstalten.

Allagen..  Die Tiere fressen Blumen ab und trampeln auf dem Grabschmuck herum. Die Stadt sieht sich als Eigentümer des Geländes nicht in der Verantwortung. Die liege bei den jeweiligen Jagdpächtern.

Diese wiederum versprechen, sich der Sache sobald wie möglich anzunehmen. „Viele Leute haben mich schon angesprochen und gefragt, ob die Verwaltung nichts tun könne“, berichtet Peter Linnemann, zuständiges Ratsmitglied für den Bereich Allagen. Er zeigt auf ein Grab. Zu sehen sind abgefressene Blumen und Fußabdrücke. Eine Frau, die vorbeikommt verrät, dass sie selbst betroffen sei. „Ich stell’ schon gar keine Blumen mehr hin“, ärgert sie sich. „Die Rehe müssten hier mehr bejagt werden“, bestätigt Linnemann.

Jagd mit Hindernissen

Die Schwierigkeit: Der Friedhof ist ein sogenannter befriedeter Bezirk. Dort darf nicht geschossen werden. Zudem sei die Schonzeit erst Anfang Mai zu Ende, erklärt Gerold Heimüller, einer der Jagdpächter dort. Erst dann dürften wieder Böcke geschossen werden. Ebenfalls problematisch sei die Trasse, die direkt hinter der Ruhestätte verlaufe. Auf der seien Radfahrer und Fußgänger unterwegs. „Da ist immer Verkehr“, weiß Heimüller. „Man kann höchstens um vier Uhr morgens schießen.“ Sonst sei es viel zu gefährlich. Allerdings habe er sich bereits mit anderen Jägern beraten und wolle das Thema schnellstmöglich angehen.

Möglich wäre theoretisch auch, einen Zaun zu bauen. Das lässt sich aber schwer finanzieren. „Das ist viel zu teuer“, betont Peter Linnemann. „Dann müssten alle Friedhöfe eingezäunt werden, das macht die Stadt nicht.“

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