Redebedarf bei Warsteiner Vereinbarung

Warstein..  Die Warsteiner Vereinbarung soll noch in diesem Jahr unterzeichnet werden – so der Wunsch aller Beteiligten, darunter auch Bürgermeister Manfred Gödde. Dass er derjenige sein wird, der als Stadtoberhaupt diese Vereinbarung noch unterzeichnet, sieht der scheidende Amtsinhaber jedoch nicht zwangsläufig als gegeben an. „Wenn sie passt, dann unterschreibe ich sie. Wenn allerdings nur Wischiwaschi drinsteht, dann wird mein Name da nicht drunterstehen“, so Manfred Gödde gegenüber der WP.

Erster Entwurf ohne Stadt

In der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses am morgigen Dienstag wird der erste Entwurf dieser Vereinbarung, die die Eckpfeiler eines künftigen Miteinanders zwischen Stadt und Steinindustrie regeln soll, diskutiert. Die Sitzung findet nicht-öffentlich statt. Nach Informationen unserer Zeitung liegt ein erster Entwurf der Vereinbarung vor, den die Bezirksregierung unter Einbeziehung der beteiligten Steinindustrie-Firmen entwickelt hat – offenbar jedoch ohne die Stadt und den Rat einzubinden.

„Wir sind in den ersten Planungen für diese Vereinbarung; da gibt es noch großen Redebedarf“, sagt denn auch Bürgermeister Gödde. Er hatte bei der Verkündung seines Abschieds aus dem Amt verlauten lassen, er würde gerne der Bürgermeister sein, der diese Vereinbarung unterzeichnet. „Das gilt aber nicht um jeden Preis. Ich werde nicht irgendwas unterzeichnen, was nur halbgar ist“, stellt Gödde klar.

Die Vereinbarung gilt als Fortschreibung des Mediationsprozesses mit Professor Ortloff.