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Rasengrabfelder auf allen Friedhöfen

17.01.2008 | 19:23 Uhr
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Möhnesee. (-rgr-) Die katholischen und evangelischen Kirchengemeinden sowie die politische Gemeinde sind sich einig: Ab sofort sind auf allen Friedhöfen der Gemeinde sowohl Erd- als auch Feuerbestattungen auf einem Rasengrabfeld ...

... möglich.

Bisher war dies schon anonym möglich. Jetzt sollen einheitlich gestaltete Grabplatten an die Verstorbenen erinnern. Dies gilt besonders auch für den Alten Friedhof in Körbecke. Die Gräber werden in Nachbarschaft der vorhandenen Kriegsgräber eingerichtet. Auf der westlichen Teilfläche entstehen cirka 228 Urnengräber, auf der östlichen Fläche 117 Gräber zur Erdbestattung.

Jedes einzelne Grab wird mit einer Gedenkplatte aus Naturstein in einheitlicher Größe gekennzeichnet. "Menschen, die keine Angehörigen mehr haben sind auf diese Weise nicht so ganz anonym beerdigt. Auf die Grabplatte passen der Name sowie das Geburts- und das Sterbedatum", erklärte Dechant Dr. Gerhard Best. Somit ist niemand zu Jahrzehntelanger Grabpflege verpflichtet, die Pflege der Rasengrabfelder übernimmt die Gemeinde. Die zu entrichtende Gebühr für den Erwerb, die Nutzung und die Pflege der Rasengrabstätte regelt die jeweils gültige Gebührenordnung der politischen Gemeinde Möhnesee. Die Gedenkplatte ist zusätzlich zu den oben genannten Kosten zu bezahlen.

Im Zuge der demographischen Entwicklung ist diese Bestattungsform immer gefragter. Daher war es im vergangenen Jahr auch zu Überlegungen der Kirchengemeinden gekommen, an der Nordseite der St.-Pankratius-Pfarrkirche einen Urnengarten einzurichten. Darauf wird jetzt verzichtet. Bürgermeister Gerd Brune, Bauamtsleiter Burkhard Schulte, Dechant Dr. Gerhard Best und Pfarrer Dietrich haben die einvernehmliche Lösung gefunden.

Die Einrichtung der Fläche ist auch Teil der Umgestaltung des Alten Friedhofes, auf dem jetzt auch wieder Bestattungen in Reihengräbern und Wahlgräbern möglich ist. Bürgermeister Gerd Brune: "Der Friedhof hatte eine Aufwertung nötig. Vorplatz, die Wegeführung und die Grabflächen sind neu gestaltet worden." Nach dem Abräumen von Denkmälern auf Gräbern, deren Nutzung abgelaufen ist, können die Grabflächen jetzt wieder optimal genutzt werden. Ein Denkmal mit christlichem Symbol wird noch auf dem Rasengrabfeld aufgestellt. Hier haben die Angehörigen und Freunde der Verstorbenen die Möglichkeit, Kerzen aufzustellen oder Blumen abzulegen. Auf den Grabplatten ist das nicht erlaubt. Burkhard Schulte, Bürgermeister Gerd Brune, Dechant Dr. Gerhard Best und Pfarrer Dietrich Woesthoff sagten "ja" zur Einrichtung der Rasengrabfelder auf dem Alten Friedhof.

Foto: R. Grün

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