Projektchor meistert Uraufführung „Missa ferialis“

Uraufführung von "Missa ferialis" von Richard Burzynski in St. Johannes Enthauptung in Suttrop unter der Leitung von Heinz-Helmut Schulte.
Uraufführung von "Missa ferialis" von Richard Burzynski in St. Johannes Enthauptung in Suttrop unter der Leitung von Heinz-Helmut Schulte.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Uraufführung des Musikstückes „Missa ferialis“ erlebten am 1. Weihnachtsfeiertag die Gläubigen und Konzertinteressierten während des Weihnachtshochamtes in der gut besuchten Pfarrkirche St. Johannes Enthauptung in Suttrop.

Suttrop..  Die weihnachtlich dekorierte Kirche mit ihrem barocken Altar und dem großzügigen Altarraum bot ein besonders feierliches Ambiente für den gemischten Chor und das aus Streichern und Bläsern bestehende Orchester. Sechs lateinisch verfasste Musikstücke, wie Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus sowie Agnus Dei bilden das Stück „Missa ferialis“, zu Deutsch: Festliche Messe, das von dem 68 Jahre alten Komponisten Richard Burzynski verfasst wurde.

Burzynski ist in der Warsteiner Region kein Unbekannter, denn vor zehn Jahren wurde schon einmal ein Stück von ihm als Premiere uraufgeführt. Der in Dortmund lebende Komponist und Studienkollege von Chorleiter Heinz-Helmut Schulte hatte seinem Musikfreund angeboten, in diesem Jahr wieder sein neues Projekt in den Warsteiner Weihnachtsmessen uraufzuführen.

70 Musiker bieten Werk dar

Für das Arrangement „Missa ferialis“ haben sich infolgedessen etwa 70 Musiker und Sänger des Kirchenchores Cäcila Suttrop, von Chorious Warstein, Streicher und Bläser der Musikschulen Warstein und Soest sowie Mitglieder des Musikvereins Suttrop zusammengefunden, um das geistliche Werk darzubieten. An der Spitze stand Konzertmeister Matthias Hesse aus Soest und für die Gesamtleitung war Heinz-Helmut Schulte verantwortlich.

Nach dem feierlichen Eingangslied „Nun freut euch, ihr Christen“, begleitet von Rolf Gockel an der Orgel und gesungen von dem Chor, folgte sogleich der musikalische Auftakt mit den ersten Stücken der Missa ferialis. Bereits zu Beginn brillierten Chor und Orchester mit dem heiteren Kyrie, dem Huldigungsruf und dem jubilierenden Gloria, dem Lobgesang der Engel, welche von Burzynski im Gesamtkontext und in der Tonsprache bewusst volkstümlich gehalten wurden.

Die abwechslungsreiche Gestaltung und die mal sinnlichen, mal temperamentvollen Gesänge hervorragend begleitet durch die professionell abgestimmten Einsätze der Violinen, des Cello, der Posaunen und Trompeten, nahmen die Gemeindemitglieder und Zuhörer begeistert auf. Dem Credo-Lied, Ausdruck des Glaubensbekenntnisses, ebenfalls aus der Missa ferialis und der Gabenbereitung durch Dechant Thomas Wulf folgte das Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“, bei dem die gesamte Gemeinde unter Begleitung der Orgel mit einstimmte.

Mit den feierlich und sakral präsentierten Musikstücken Sanctus – Benedictus und dem Begleitlied Agnus Dei, bewiesen die Musiker umso mehr, dass sich ihre intensive Vorbereitung auf die Missa ferialis gelohnt hatte. Die Abschlusslieder Tollite hostias (Bring Opfer da) aus dem Weihnachtsoratorium und dem Weihnachtslied „O du fröhliche“ bildeten den Schluss der anspruchsvollen und uraufgeführten Festlichen Messe.

Donnernder Applaus zum Dank

Über das Ergebnis der Uraufführung zeigte sich Heinz-Helmut Schulte sichtlich zufrieden. Immerhin begannen die Proben der bisher nicht gemeinschaftlich musizierenden Teilnehmer bereits im September. „Eine besondere Herausforderung war die Umsetzung des Stückes ,Credo’, denn hier war vor allem der Tonartwechsel schwierig. Sie haben das Konzert gut gemeistert“, urteilte Schulte nach dem Konzert.

Vorbehaltlos schloss sich auch Dechant Wulf diesem Kompliment an. „Die Sänger und Orchestermitglieder können auf jeden Fall mit den Musikern, die in wesentlich größeren Kirchen oder Domen spielen, mithalten“, merkte er an. Er und Diakon Friedhelm Schannath freuten sich für die Zuhörer, dass sie diese Uraufführung miterleben konnten. „Mit einem donnernden Applaus wollen wir uns bei den Musikern und Sängern bedanken“, so ThomasWulf.