Personelle und bauliche Veränderungen

Gratulation: Peter Weiken bleibt Bürgermeister. Beigeordeneter Georg Köller gratuliert, die CDU applaudiert.
Gratulation: Peter Weiken bleibt Bürgermeister. Beigeordeneter Georg Köller gratuliert, die CDU applaudiert.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Wie sieht dioe Zukunft der Stadt Rüthen aus? Welche besonderen Ereignisse und welche Problembewältigungen stehen an? Bürgermeister Weiken verrät es im WP-Gespräch.

Rüthen..  40 Jahre nach der kommunalen Neuordnung, 40 Jahre Gesamtstadt Rüthen – Bürgermeister Peter Weiken ist sicher, dass das Zusammenwachsen gelungen ist. Und das schon alleine deshalb, weil sie in den Köpfen vieler Menschen verankert sei. Viele Rüthener – so wie er selbst – würden nur die heutige Stadt kennen. „Auch wenn jeder mit seinem Dorf und dessen Eigenheiten verwurzelt ist, die große Mehrheit identifiziert sich heute mit der Stadt Rüthen“, sagt er rückblickend im WP-Gespräch.

Dem Rückblick aber folgt der Ausblick. Was steht 2015 an, was erwartet, erhofft, wünscht sich der Bürgermeister? In besonderem Fokus stehen das Rathaus und die Stadtverwaltung dieses Mal selbst. Hier tut sich einiges. „Es wird einige Umstrukturierungen geben“, sagt Weiken mit Blick auf eine ganze Reihe von in den Ruhestand wechselnden Mitarbeitern. Da ist unter anderem Heinz Schäfer, derzeitiger Leiter der Stadtwerke, der im Frühjahr die Verwaltung verlässt. Vor allem aber trifft dies auf Georg Köller zu. Der Kämmerer und Beigeordnete geht zum Jahresende „zu meinem tiefen Bedauern“, wie der Bürgermeister betont.

„Wir brauchen einen Kämmerer, einen Wirtschaftsförderer und gegebenenfalls einen Beigeordneten“, beschreibt Peter Weiken die komplexe Lage, die sich auch im Zusammenhang mit dem Weggang Dr. Tobias Fehlbiers im vergangenen Herbst ergab. Für eine Person seien die Aufgabe zu viel, für zwei zu wenig. „Vielleicht aber ergeben sich andere Verknüpfungen.“ Auch nur angedacht sei bislang aber nichts. „Wir müssen uns politisch einig werden, was wir wollen und ein Anforderungsprofil erarbeiten“, gibt er eine der großen Aufgaben für das neue Jahr vor. Eine Lehre aber habe man gezogen: „Das Modell der Verknüpfung von Stadtwerkeleiter und Wirtschaftsförderer hat gar nicht geklappt. Es beißen sich die ausgetretenen Pfade von Verwaltungshandeln und Kreativität.“

Sanierung des Rathauses

Ganz praktisch steht die Sanierung des Rathauses, die erste in diesem Umfang seit seiner Erbauung, an. „Wir machen nichts Luxuriöses, nur das, was nötig ist“, verdeutlicht Weiken. 340 000 Euro sieht der Haushaltsplanentwurf dafür in diesem Jahr vor, weitere 300 000 Euro in 2016. Zweiter großer Brocken wird die Erschließung des zweiten Abschnitts des Baugebietes Schlangenpfad, die mit 300 000 Euro zu Buche schlägt.

Überzeugt ist Weiken, dass der Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplans für den Windpark Rüthen-Meiste (vorgestellt im November) erfolgen wird. Ob es zum Bau der drei genehmigten Windräder im Windpark Meiste-Kneblinghausen (außerhalb des Wasserschutzgebietes) kommen werde, liege in der Hand des Investors. Der Bürgermeister beklagt, dass das Land das Ausweisen von Vorrangzonen für Windkraft im Landesentwicklungsplan vorsehe, die dem Windkonzept der Stadt entgegenstehen. Kommunale Planungshoheit werde so immer mehr beschnitten, wie es auch bei neuen Wohngebieten für Orte unter 2000 Einwohnern der Fall ist. „Das ist nicht die faire Art im Umgang mit den Kommunen.“

Zum Abschluss formuliert der Bürgermeister noch eine Botschaft an alle Rüthener, die, sollte sie sich erfüllen, für ihn die gute Nachricht 2015 schlechthin wäre: „Ich hoffe, dass wir es weiter verstehen, gut zusammenzuarbeiten, den eigenen Standpunkt zu verlassen, um aufeinanderzuzugehen, sowie Toleranz für andere Meinungen und Minderheiten zu zeigen.“