Per WhatsApp den Weg zum Glauben finden

WhatsApp-Service der katholischen Kirchengemeinde St. Pankratius und der Jungen Kirche in Belecke: Nach dem Jugendgottesdienst am vergangenen Samstagabend stellten die Jugendlichen den neuen Kommunikationsweg der Kirchengemeinde vor.
WhatsApp-Service der katholischen Kirchengemeinde St. Pankratius und der Jungen Kirche in Belecke: Nach dem Jugendgottesdienst am vergangenen Samstagabend stellten die Jugendlichen den neuen Kommunikationsweg der Kirchengemeinde vor.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Einen ungewöhnlichen Weg, jungen Menschen den christlichen Glauben zu vermitteln, beschreitet seit kurzem die Junge Kirche in Belecke. Ab sofort können Interessierte Nachrichten per WhatsApp abonnieren

Belecke.. Einen ungewöhnlichen Weg, jungen Menschen den christlichen Glauben zu vermitteln, beschreitet seit kurzem die Junge Kirche in Belecke. Ab sofort können Interessierte Nachrichten per WhatsApp abonnieren, um so etwa Einladungen zu Jugendgottesdiensten direkt auf ihr Smartphone zu erhalten. „Fast alle Jugendlichen haben inzwischen so ein Handy“, erklärt Lukas Zielinski vom Team der Jungen Kirche den Beweggrund, „da ist diese Kommunikationsform am einfachsten und auch am effektivsten.“

Zugeschnitten auf jungen Zielgruppe

Wer sich für den Dienst anmeldet, soll neben Einladungen auch christliche Impulse zu besonderen Anlässen über den modernen Kommunikationsweg empfangen. „Das könnten zum Beispiel Gedanken zum Liborifest sein“, sagt Mit-Initiatorin Anja Werthmann, „natürlich zugeschnitten auf die junge Zielgruppe, die wir über WhatsApp erreichen möchten.“

Daher sollen die Gedanken zum Evangelium, die Pastor Markus Gudermann im Wechsel mit Gemeindereferentin Beatrix Jakobi wöchentlich auf der Homepage des Pastoralverbunds Möhnetal veröffentlicht, nicht eins zu eins übernommen werden. „Wir sprechen per WhatsApp eben eine andere Altersgruppe an“, betont Gudermann, der sich über das Engagement der jungen Menschen freut.

Bislang werden Jugendliche mehrheitlich über klassische Medien zu Gottesdiensten und weiteren Veranstaltungen der Jungen Kirche eingeladen, etwa per Pfarrbrief oder Tageszeitung. Doch das Organisationsteam, das sich nach einem Jugendgottesdienst zum Weihjubiläum der Heilig-Kreuz-Kirche 2011 gebildet hatte, sucht seit jeher nach Plattformen, auf denen sie ihre Altersgruppe besser erreicht. So werden Ankündigungen bereits auf der Homepage des Pastoralverbunds veröffentlicht, Facebook-Veranstaltungen erstellt und die Möglichkeiten des Jugendportals JUPA des Erzbistums Paderborn genutzt. Mit dem Chat-Dienst WhatsApp bietet sich jetzt eine weitere Alternative, für die sich in den ersten Tagen bereits rund 30 Jugendliche angemeldet haben.

„Dabei setzen wir keine eigene WhatsApp-Gruppe ein, sondern verwenden eine so genannte Broadcast-Liste“, erklärt Lukas Zielinski. Auf diese Weise werden Nachrichten an das Team der Jungen Kirche von keinen anderen Empfängern gesehen, der Kontakt bleibt privat. „Es geht ja niemanden etwas an, wenn ich das Angebot abbestellen oder Rückmeldungen zu unseren Gottesdiensten äußern möchte“, sagt Zielinski. „Außerdem können Gruppen ja schnell nervtötend sein“, ergänzt Pastor Gudermann.

Bistum Essen als Vorreiter

Auf diesen Kommunikationsweg aufmerksam geworden sind die Organisatoren in der Osterzeit, als das Bistum Essen über WhatsApp Ausschnitte der Ostergeschichte verbreitete. Wie oft die Junge Kirche mit ihren Abonnenten in Kontakt tritt, steht noch nicht fest. „Das wird sich ergeben“, ist Anja Werthmann sicher, „wenn aber jemand aus dem Organisationsteam eine Idee für einen Impuls hat, kann er die sicher über unseren WhatsApp-Kanal verbreiten.“

Der Dank der knapp 15 engagierten Jugendlichen gilt Peter Eickhoff, der das Smartphone zur Verfügung stellte und ebenso schnell von der Idee der Jungen Kirche überzeugt war wie Pastor Markus Gudermann. „Das neue Medium ist eine schöne und jugendgemäße Hilfe für unsere Arbeit.“

Auch in anderen Gebieten der Gemeindearbeit könne das Smartphone eingesetzt werden, doch konkret sind diese Ideen noch nicht. Zunächst will die Junge Kirche ihren Dienst etablieren – als erstes mit einem Open-Air-Gottesdienst am Samstag, 22. August. „All das ist natürlich auch für Jugendliche über Belecke hinaus offen“, betont Gudermann. Ausdrücklich seien alle Jugendlichen angesprochen.