Nur „kurzzeitige Irritationen“ an Warsteiner Grundschulen

Warstein..  Im Dezember und den Folgemonaten hatte der Erlass „Sicherheitsförderung im Schulsport“ des Schulministeriums NRW zunächst für Verwirrung gesorgt. Es ging um die Frage, wer befähigt sei, Sportunterricht zu erteilen und welcher Qualifikation es bedürfe. Damit waren in erster Linie Schulen alarmiert, an denen zum großen Teil „fachfremde“ Lehrer im Sportunterricht im Einsatz sind. Erst zu Beginn des neuen Halbjahres hatte sich aufgeklärt: Alles bleibt wie es ist. Auch die Grundschulen im Raum Warstein hatten sich mit dem zunächst unklaren Erlass auseinandersetzen müssen, zu Problemen bei der Unterrichtsplanung hatte das aber nicht geführt.

Viele Lehrer, die sich bewährt haben

„Es wäre ein bisschen schwieriger geworden, aber wir hätten es auch so stemmen können“, berichtet Schulleiterin Christine Woytal von der Gemeinschaftsgrundschule Westerberg Belecke. „Wir haben viele Lehrerinnen, die schon lange Sport unterrichten und sich bewährt haben“, fügt sie noch hinzu und unterstreicht damit das, was schließlich auch durch das Schulministerium kommuniziert worden war. Lehrer, die bislang Sport unterrichtet haben, sollen dies auch weiterhin tun. Bei Neueinstellungen sei aber auf die Qualifikationen zu achten, die der Erlass vorschreibe.

Nur Nachmittags-AGs betroffen

An der Lioba-Grundschule in Warstein habe der Erlass laut Karin Scheithauer zunächst zu „ein paar heißen Diskussionen beim Kaffee geführt. Ansonsten hatte sich das alles schnell wieder gelegt“, berichtet die Schulleiterin. „Wir sind eine große Schule, das ist unser Vorteil. Hier wird der Sportunterricht hauptsächlich von Kollegen abgedeckt, die Sport studiert haben“, erklärt sie. Den „fachfremden“ Sportlehrern werde nun nahegelegt, Fortbildungsangebote der Bezirksregierung in Arnsberg zu nutzen. Das würden sie auch bereits tun, berichtet Scheithauer. Umbenennungen des Sportunterrichts oder gar Änderungen im Stundenplan waren hier kein Thema.

Auch in Sichtigvor war die Unterrichtsplanung nicht betroffen, dafür aber die Arbeitsgemeinschaften am Nachmittag und damit das Angebot der offenen Ganztagsschule, so dass bis zur Aufklärung des Erlasses Sport in diesem Rahmen zunächst nicht weiter angeboten werden konnte, wie Schulleiterin Ulrike Theurich berichtet.

Sie spricht daher von einer „kurzzeitigen Irritation“. Jetzt sei aber wieder alles beim Alten.