Nicht nur musikalische Sternstunde zwischen den Jahren

Meiste..  Wie die Hirten und Weisen dem Stern zur Krippe mit dem Jesuskind folgten, so kann der Stern bis heute in ganz unterschiedlicher Weise Wegweiser im Leben jedes Einzelnen sein. Diese Botschaft vermittelte die Musikgruppe Cantamus des Pastoralverbundes Rüthen bei ihrem diesjährigen Singen zwischen den Jahren. Eine große Vielfalt an Liedern und Texten präsentierten die 15 Musiker. Gemeinsam war ihnen eines: Alle hatten den Stern zum Thema.

„Sie sind unserem Stern gefolgt, schön, dass Sie da sind“, freute sich Monika Schmitz über die vollbesetzte St.-Ursula-Kirche in Meiste. In ihr findet das Singen im jährlichen Wechsel mit der St.-Clemens-Kirche in Kallenhardt statt. „Als sie den Stern sahen, wurden sie sehr froh“, dieses Zitat aus der Weihnachtsgeschichte hatte Cantamus über diesen festlichen wie fröhlichen Vorabend gestellt. „Sterne helfen von alters her bei der Orientierung“, machte Monika Schmitz deren Bedeutung deutlich und wünschte den Zuhöreren, „dass Sie die große Freude, den Stern und den tiefen Frieden der Weihnacht finden“.

Dabei half den Zuhörern eine Sternstunde mit musikalischen und textlichen Darbietungen, auf die sich die Musikgruppe, die sich hauptsächlich aus Mitgliedern aus Kallenhardt, Meiste und Rüthen zusammensetzt, lange und intensiv vorbereitet hatte. „Wir sind gekommen, Dunkel zu vertreiben“, hieß es eingangs – ein Unterfangen, das bestens gelang, wie gleich darauf schon gemeinsam mit der Gemeinde festgestellt werden konnte in dem Lied aus dem Gotteslob „Seht ihr unsern Stern dort stehen.“ Von der Rolle der Zuhörer in die der Aktiven wechselte das Publikum auch bei dem Lied „Gottes Stern leuchte uns“, das teilweise eigens in den Gottesdiensten des Tages eingeübt worden war.

Solistische Beiträge

Doch der Stern wurde nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Englisch besungen. Bekanntestes Werk war hierbei „O holy night“, das am Ende dieses besonderen Konzertes nochmals als Zugabe erklang. Lag bei den meisten Stücken die musikalische Leitung bei Monika bzw. Josef Schmitz, der auch am Keyboard begleitete, übernahm hierbei deren Tochter Nadine. Sie studiert im 5. Semester in Hamburg Musik auf Lehramt und offenbarte im Verlauf des Konzertes weitere Talente als Solosängerin mit „The Lord bless you and keep you“ wie auch als Pianistin mit der Arabesque No. 1 von Claude Debussy. Ebenfalls solistische Qualitäten bewiesen als Sängerinnen Linda Hübner und Verena Schmitz.

Bevor diese Sternstunde mit „O du fröhliche“, Zugabe und Punsch ausklang, machte die Gemeinde noch eine neue Erfahrung mit dem eigentlich altbekannten Lied „Von guten Mächten“, allerdings in der Vertonung von Kurt Grahl aus dem neuen Gotteslob.