Natürlicher Luftaustausch verschwunden

Dass es früher keine Probleme mit dem Schimmel in den Gotteshäusern gab, dürfte auch an dem Umstand liegen, dass es früher einen offenen Schlussstein im Gewölbe gab. Dechant Thomas Wulf: „Das sorgte für einen natürlichen Luftaustausch.“

Als dann Heizungen Einzug in die Kirchen hielten, fiel den Verantwortlichen schnell auf, dass die Wärme bekanntlich nach oben steigt – man heizte also letztlich den Raum unter dem Dach. Folglich wurde der Schlussstein in vielen Fällen zugemauert. Wulf: „Da müssen wir uns jetzt etwas überlegen.“

Das Belüften sei daher ein wichtiges Thema. Sie müsste eigentlich in der Nacht durchgeführt werden, wenn es draußen am kältesten ist und die Außenluft folglich am meisten Feuchtigkeit aufnehmen kann. Doch dann haben die Küster naturgemäß längst Feierabend – und eine automatische Lösung, sofern überhaupt möglich, würde extra kosten.

Also versucht man, die Differenz der Temperatur in der Kirche möglichst gering zu halten. Experten empfehlen daher eine Spanne von 10 bis 15 Grad wie in Warstein – oder 9 bis 14 Grad. Auch das seltenere Hoch- und Herunterfahren der Heizung bringt Vorteile.

Da zu den Gottesdiensten an Wochentagen üblicherweise weniger Gläubige kommen, finden zwischen Allerheiligen und Ostern Wochentagsmessen der Petrus-Gemeinde in der Krypta statt. Und ab Freitag, 30. Januar, werden Gottesdienste von St. Pankratius in die Krankenhauskapelle verlegt. Diese Regelung gilt zunächst einmal bis Ostern.