Nachsitzen für Leader-Bewerbung

Grundschule Hirschberg, Luftbild von Warstein, Sauerland
Grundschule Hirschberg, Luftbild von Warstein, Sauerland
Foto: www.blossey.eu
Was wir bereits wissen
Aus unterschiedlichen Projektideen soll ein Gesamtpaket für die Bewerbung zur Leader-Region geschnürt werden. Noch immer sind nicht alle Ideen von den Vereinen ausgearbeitet worden.

Warstein..  Pflöcke setzen auf dem Weg zur Leader-Region, dazu dienen die unterschiedlichen Projektideen aus den fünf beteiligten Städten, aus denen ein Gesamtpaket geschnürt werden soll. Angedacht war vor der Abschlussveranstaltung in Erwitte aus diesen Beiträgen die Leit- und Starterprojekte auszuarbeiten. Doch noch immer sind nicht alle angekündigten Konzepte bei Dr. Jürgen Schewe von MSP-Impuls Projekt eingegangen – trotz Fristenverlängerung und Anmahnung, die Konzepte zu liefern.

Dass die Projektvorschläge eher schleppend, auf den letzten Drücker eingehen – innerhalb einer halben Stunde gingen gestern bei Schewe drei Mails mit Projektskizzen ein – stellt dessen Büro noch vor einige Probleme, denn bis nächste Woche müssen die Projekte noch zusammengeführt werden, so dass eine Relevanz für die gesamte Fünf-Städte-Region entsteht. „Es wird geguckt, wo es ähnliche Interessen und Probleme gibt.“

An Ideen mangelt es den Gemeinden nicht. „Es gibt einige Projektvorschläge“, lobt Schewe. „Gerade Hirschberg ist sehr aktiv. Es gehört zu den Ortsteilen, die sich am besten beteiligt haben.“ Nicht bei allen Projekten spiele der touristische Gedanke eine Rolle. Beispiele sind die Aufwertung des Schulhofes, der für Aktivitäten der im Gebäude ansässigen Vereine umgestaltet werden soll, um deren Gemeinschaftsleben auch in den Außenbereichen der alten Grundschule zu zeigen, und eine mögliche Alternativnutzung des Freibadgeländes. Diese hat der Vereinsring Hirschberg auf den Weg gebracht.

„Wir haben verschiedene Alternativen aufgezeigt, um zu zeigen, wie man das Gelände attraktiv umgestalten könnte“, erklärt dessen Vorsitzender Dieter Bräutigam. „Das Konzept ist noch nicht ausgegoren, aber wir wollten bei Leader auf jeden Fall einen Fuß in der Tür haben.“ Wenn Leader zum Tragen komme, wolle man sich mit dem Arbeitskreis Waldfreibad und der Stadt zusammensetzen, um gemeinsam über die Zukunft des Geländes zu beraten.

Bewerbung für energiekluges Dorf

Ebenfalls beworben hat man sich für Leader mit „Unser Dorf ist energieklug“ und hofft auf Zuschüsse für eine Wärmebildkamera und andere Gerätschaften. „Wir sind mit drei Projekten im Rennen, damit sind wir gut aufgestellt.“

Eine gute Chance, Teil eines Leitprojektes zu werden, habe auf jeden Fall die Schulhof-Umgestaltung, betont Schewe. „Störmede ist beispielsweise auch sehr aktiv und hat auch mehrere Projekte ins Rennen geschickt. Es sieht ganz gut aus, dass es da Querverbindungen gibt.“

Noch eingereicht werden müssen Projekte aus dem Möhnetal. „Da gibt es interessante Ideen“, betont Bürgermeister Manfred Gödde. Belecke schicke die Skateranlage ins Rennen. „Und das Bilsteintal wäre ein tolles Leuchtturmprojekt.“

Dass Leader die fünf Gemeinden zusammenführen könnte zu einer Region, hofft Gödde. „Mit meinen Kollegen habe ich schon gute Erfahrungen gemacht, aber die Menschen müssen sich finden.“ Einen passenden Namen hat Gödde auch: Wir fünf sind schon steinhart.“