Nachbarn haben Sorge um Sicherheit

Rüthen..  Wenn der Stadtvertretung bei ihrer heutigen Sitzung eine Resolution vorliegt, in der die Bezirksregierung Arnsberg ultimativ aufgefordert werden soll, u.a. die Belegung des Flüchtlingsheimes in Rüthen auf deutlich unter die derzeitigen 550 Menschen zu reduzieren, so geht dies von Bürgermeister Peter Weiken erarbeitete Vorlage auch auf eine Initiative vieler Nachbarn des Hauses Maria vom Stein zurück. Rund 30 Bürgerinnen und Bürger nahmen im April an einem Nachbarschaftstreffen teil. Daraus resultierte ein Beschwerdebrief der so genannten „Nachbarschaftsinitiative gegen Flüchtlingsübervölkerung im Haus Maria vom Stein“ an die Bezirksregierung, der der Redaktion vorliegt. Darin heißt es unter anderem, dass man nicht gewillt sei, die Überbelegung und hohe Anzahl von Flüchtlingen in der Erstaufnahmeunterkunft auf weitere zehn Jahre zu dulden. In dem Schreiben wird darauf verwiesen, dass zunächst nur von 150 Bewohnern die Rede gewesen sei.

In dem Brief an Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann bringt die Initiative außerdem ihre Sorgen um die Sicherheit der Bewohner der Einrichtung wie der Anwohner zum Ausdruck. Die Anzahl der Bewohner muss nach ihrer Ansicht auf fünf Prozent der Bevölkerung der Kernstadt, also etwa 200 Flüchtlinge, reduziert werden. Dafür setzen sie eine Frist von etwa sechs Wochen. Sollte die Bezirksregierung nicht tätig werden, wolle man andere rechtliche Wege einschlagen und öffentlichen Widerstand organisieren.

Viele der Forderungen der Nachbarschaftsinitiative finden sich in dem Forderungskatalog wieder, der heute unter Tagesordnungspunkt 8 den Stadtvertretern vorliegt.