Nach mehr als zwei Bier an das Steuer gesetzt

Kallenhardt/Warstein..  Nur zwei Bier habe er getrunken und sei dann in Richtung Kallenhardt unterwegs gewesen. Da aber ein erhöhter Alkoholgehalt festgestellt worden war, befand die Richterin den 39-jährigen Warsteiner wegen fahrlässiger Trunkenheit im Verkehr für schuldig.

Ohne Verteidiger erschien der Beklagte am Donnerstag zu seiner Verhandlung vor dem Amtsgericht und berichtete vom Abend des 11. Oktobers vergangenen Jahres: Sein Auto habe er in der Kampstraße in Kallenhardt abgestellt und danach auf einer Bank sitzend weitergetrunken, erklärte er und widersprach damit den Polizeiberichten.

Wegen Streitigkeiten im Haus der ehemaligen Schwiegermutter waren die Beamten gerufen worden und hatten den Beklagten später mit einer „starken Fahne“ angetroffen. Die Fahrt und den Alkoholkonsum hätte er gestanden. Ein Atemtest ergab einen Wert von 1,3 Promille, so dass man für eine Blutprobe ins Krankenhaus gefahren sei. Auf Nachfrage der Polizei, hätte er einen Konsum nach der Fahrt, der den erhöhten Wert erklärt hätte, verneint.

Die Richterin befand den Warsteiner für schuldig und bewertete die Geschichte seines Nachtrunks als reine Schutzbehauptung. Sie verurteilte ihn zu einer Geldstrafe und einer fünfmonatigen Führerschein-Sperre.