Mit neuem Projekt Bedarf getroffen

Oestereiden..  20 Gäste, vor allem Frauen, kommen jeden dritten Donnerstag im Monat zum Caritas-Café im Pfarrheim Oestereiden. Dabei handelt es sich um das älteste Projekt der Caritas-Konferenz Hoinkhausen-Oestereiden. Und da dieses Mal weder Wahlen noch Ehrungen stattfanden, hatte sie ihre Jahreshauptversammlung mit dem gemütlichen Klönnachmittag zusammengelegt.

Erfreut über die stets gute Frequentierung bei den Kaffeenachmittagen zeigte sich Wilma Mollerus vom Vorstandsteam. Gleiches gilt für das jeden Donnerstag angebotene Kaufen und Klönen (K + K). Hier ist die Resonanz sogar größer als die Kapazität, finden in dem Bulli, der die Senioren zum Einkaufen mit anschließendem Kaffeetrinken nach Rüthen fährt, doch nur acht Passagiere Platz. Chauffiert werden sie von einem festen Stamm von sechs Fahrern, die sich regelmäßig abwechseln. Laut Kassiererin Irmgard Eickmann steuert die örtliche Caritas-Konferenz dafür jährlich 420 Euro bei – vor allem für Benzinkosten. Da der Betrag überschaubar und aus den Einnahmen zu leisten ist, wird dieses Projekt weiter fortgesetzt.

„Zwei Stunden Zeit“ gut angelaufen

Gut angelaufen, so die Bilanz des Vorstandes, ist auch das jüngste Projekt „Zwei Stunden Zeit“, bei dem hilfsbereite Mitmenschen vor allem pflegende Angehörige entlasten. Sie springen bei der Betreuung ein, damit die Angehörigen zeit für persönliche Besorgungen haben. Aber auch Mitbürger, die einfach nur ein wenig Gesellschaft haben möchten, sind bei den Helfern an der richtigen Adresse. „Viel läuft über Mund-zu-Mund-Propaganda, außerdem wissen viele, die helfen wollen, wer Hilfe braucht“, erklärte Wilma Mollerus. Schwer in Zahlen zu fassen sei daher dieses Projekt, das aber erkennbar den Bedarf im Dorf getroffen habe.

„Wer unterwegs ist, weil er Persönliches zu erledigen hat, kann sich darauf verlassen, dass jemand daheim bei dem zu betreuenden Angehörigen ist“, fasst Friedhelm Birkenfeld, einer der ehrenamtlichen Helfer, den Zweck der Aktion zusammen.

Dem dient auch die Tagesbetreuung auf dem Lande, die seit zwei Wochen immer dienstags in Oestereiden angeboten wird. Acht bis zwölf Menschen werden in diesem Fall nicht zu Hause, sondern im Pfarrheim betreut und dies von einer ausgebildeten Altenpflegerin.

Auch wenn immer weitere Helferinnen und Helfer willkommen sind, sieht sich die Caritas Hoinkhausen-Oestereiden gut aufgestellt. So kann sie laut Vorsitzender Wilma Mollerus auf weitere zehn Mitarbeiter setzen, die Besuchsdienste und Haussammlungen übernehmen. 70 Prozent der Erlöse, betont Georg Karbowki, Caritas-Koordinator im Dekanat Lippstadt-Rüthen, bleiben vor Ort.

Besondere Aktionen im Berichtszeitraum waren das Ausrichten des Treffens des Regionalarbeitskreises der Caritas, ein Ausflug nach Kallenhardt sowie eine Wallfahrt nach Verne. In den vergangenen Monaten sowie auch weiterhin engagiert sich auch die Caritas Hoinkhausen-Oestereiden für das Flüchtlingsheim in Rüthen.

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