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Soester Fehde soll...

Messlatte liegt immens hoch

24.08.2009 | 17:24 Uhr
Messlatte liegt immens hoch

Soest. Die Soester Fehde ist bekanntlich Geschichte. Und auch die spektakuläre Erinnerung an dieses historische Ereignis vom vergangenen Wochenende ist bereits Geschichte. Hinter den Kulissen allerdings basteln die Verantwortlichen bereits an einer Wiederholung.

Von Hans-Albert Limbrock

Soest. Drei Tage lang stand Soest ganz im Zeichen des Mittelalters. Drei Tage ließen sich mehrere zehntausend Zuschauer von der Faszination dieser rasanten historischen Zeitreise begeistern. Die Gesamtbilanz der „Soester Fehde” fällt derart positiv aus, dass schon jetzt hinter den Kulissen fieberhaft über eine Neuauflage nachgedacht wird.

Möglicherweise wird es eine neue Zeitrechnung geben müssen, die da heißt: Nach der Fehde ist vor der Fehde. „Natürlich denken wir darüber nach, die Veranstaltung zu wiederholen”, erklärt Ulrich Nickel. Der ehemalige Brigadegeneral hatte die Gesamtleitung für das Spiel „Der große Sturm auf die Stadt” und gehört mit zum innersten Führungszirkel der Veranstalter. „Aber jetzt müssen wir erst einmal alles sacken lassen, erst danach wird man eine Entscheidung fällen können. Denkbar ist eine Wiederholung im vier- aber auch im zweijährigen Rhythmus. Nickel: „Man muss darauf achten, dass es sich nicht zu schnell abnutzt und natürlich müssen auch die finanziellen Bedingungen stimmen.” Eine konkrete Aussage dazu wird man erst machen können, wenn alle Abrechnungen vorliegen. Mit 200 000 Euro haben die Veranstalter bei den Kosten kalkuliert. Da alle Vorstellungen des Schauspiels und „Der Sturm” komplett ausverkauft waren, stimmt es auf der Einnamenseite in jedem Fall. Bei einer Wiederholung würde sich die Kostenseite im übrigen deutlich nach unten senken, denn sowohl die Drehbücher für die Aufführungen als auch Kostüme sowie Bühnen- und Schlachtenmaterial sind bereits vorhanden. „Das”, so Nickel, „macht natürlich vieles einfacher.” Dennoch wird eine Neuauflage kein Selbstläufer. Was Teilnehmer und Veranstalter aber auch die unzähligen freiwilligen Helfer geleistet haben, verdient allerhöchste Anerkennung und ist nicht auf Knopfdruck beliebig wiederholbar. Nickel: „Deshalb darf eine solche Entscheidung auch nicht vorschnell fallen, sondern muss sorgsam abgewogen werden. Durch den Erfolg der ersten Veranstaltung liegt die Messlatte natürlich immens hoch.” Soest hat mit der Fehde ohne Zweifel ein neues Highlight im Veranstaltungkalender.

Messlatte liegt immens hoch

Hans-Albert Limbrock

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25.08.2009
18:03
Messlatte liegt immens hoch
von Jens Börner | #1

Die Nachstellung ist vorbei, die Darsteller sind zu Hause. Knapp 300 aus ganz Europa. Bedauerlicherweise werden die hier kaum erwähnt. Faktoren für eine Widerholung? Tja, das sind nicht nur die Soester. Das sind auch die Darsteller. Vieles war positiv, aber es gibt auch ettliche Kritikpunkte seitens der Darsteller. Vereinbarungen mit der Stadt wurden nicht eingehalten, vieles klappte nicht, worauf die Darsteller gebaut haben. Insbesondere an der zugesagten Qualittät der Teilnehmer des Umzugs und der Sturmdarsteller auf Seiten der Soester muss noch gefeilt werden. Auch die Inszenierung wirft noch Fragen auf, und wird auf dem Prüfstand stehen müssen- auch Zuschauer und Presse bemängelten zu Recht, trotz des positiven Gesamteindruckes- Längen, und Formulierungen.

Die Soester Fehde war ein bislang einmaliges Zusammenspiel zwischen Hobybdarstellern auf höchstem Niveau aus ganz Europa, ohne die dies in dieser Qualität nicht geklappt hätte, und einer Stadt.

Ob es also wieder was wird, hängt auch von der Zusammenarbeit ab.

Detaillierte Eindrücke aus der Darstellerwelt wird es in den nächsten Tagen vermutlich bei http://www.tempus-vivit.net , wie auch in Foren aus aller Welt geben.

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