Melanie Wittig sieht Regionalsieg als krönenden Abschluss

Die Schützenkönigin Melanie Wittig vom Schützenverein Altenrüthen feiert am Sonntag (19.10.14) in Sundern-Langscheid zur Präsentation der WP-Schützenköniginin in der Schützenhalle St.Antonius Langscheid. Foto:Volker Hartmann/WAZ FotoPool
Die Schützenkönigin Melanie Wittig vom Schützenverein Altenrüthen feiert am Sonntag (19.10.14) in Sundern-Langscheid zur Präsentation der WP-Schützenköniginin in der Schützenhalle St.Antonius Langscheid. Foto:Volker Hartmann/WAZ FotoPool
Foto: Volker Hartmann
Was wir bereits wissen
Als WP-Schützenkönigin des Jahres hat Melanie Wittig viel erlebt. Sie blickt auf ein spannedes Jahr zurück und kann allen Königinnen nur zur Teilnahme raten.

Altenrüthen..  All die mitgliederstarken Schützenvereine der Umgebung ausgestochen vom kleinen Schützenverein Altenrüthen – das ist Melanie Wittig als Schützenkönigin im vergangenen Jahr gelungen: Sie errang den Regionaltitel Warstein/Rüthen im Königinnen-Wettbewerb der WESTFALENPOST. „Da haben wir gar nicht mit gerechnet“, sagt sie ein Jahr danach, „alles in allem war das der krönende Abschluss des Schützenjahres.“

Zur eigenen Überraschung war Melanie Wittig vor einem Jahr Königin geworden. Gerade als sie mit den Kindern Joy (10), Nick (7) und Pia (3) unter der Vogelstange eintraf, schoss Ingo Wittig den Adler von der Stange. „Eigentlich hätte ich am Tag danach schon wieder arbeiten müssen“, erinnert sie sich. Doch spontan gab ihr Chef der Altenpflegerin zwei Tage frei. „Da bin ich heute noch dankbar, denn nach dem Vogelschießen war es wirklich anstrengend.“

Nachbarn, Verwandte, Bekannte gratulierten – und sie alle fieberten auch mit, als die Altenrüthenerin beim WP-Wettbewerb teilnahm. „Das war Gesprächsthema Nummer eins“, sagt sie.

Aufrufe bei Facebook

Zahlreiche Freunde haben über Facebook Aufrufe gestartet, damit möglichst viele für Wittig abstimmen. Der Hofstaat hat sich in einer eigenen WhatsApp-Gruppe gegenseitig motiviert und sogar aus Dortmund gingen Stimmen ein. „Es war super spannend“, erzählt sie, „wir haben ständig im Internet nach dem Zwischenstand geschaut.“

18 Stimmen Vorsprung hatte Melanie Wittig schließlich auf die Zweitplatzierte, Waldhausens Königin Stefanie Hötte. Wittig weiß genau, wer den Ausschlag gegeben hat: Viele Senioren, die von ihr gepflegt werden, haben die Abstimmungszettel aus der WP ausgeschnitten, ausgefüllt und abgeschickt. Nach den im Internet abgegebenen Stimmen lag noch Stefanie Hötte vorn. „Ich wurde so oft angesprochen und alle haben mir die Daumen gedrückt“, bedankt sich Melanie Wittig bei ihren Unterstützern, „und die 500 Euro Kleiderzuschuss kann man natürlich auch immer gebrauchen.“

Ein Höhepunkt war dann auch das Gesamtfinale. Die Altenrüthenerin konnte sich wieder auf ihren Bekanntenkreis und ihre Patienten verlassen, so dass am Ende ein beeindruckender vierter Platz stand. „Das dazugehörige Fest in Sundern-Langscheid war noch einmal toll“, erzählt Wittig, „da haben wir eine Menge Leute kennen gelernt.“ Im ersten Moment hatten ihr die anderen Königinnen noch einen Schock versetzt: „Sie hatten alle dunkelblaue Kleider an und meins war leuchtend pink. Ich wäre voll rausgestochen.“ Doch dann betrat die Gesamtsiegerin den Raum – in einem grellen Rot.