Mehr Verhandlungstermine
02.09.2009 | 18:00 Uhr 2009-09-02T18:00:00+0200Soest. Im Mordprozess Ursula Scheiwe sind offenbar mehr Verhandlungstermine nötig, als man bisher geplant hatte.
Soest/Arnsberg. (Lim) Die neun Verhandlungstage, die bisher im Mordprozess „Ursula Scheiwe” angesetzt waren, werden nach Einschätzung von Peter Marchlewski, Sprecher des Landgerichts in Arnsberg, wohl nicht ausreichen.
Zahlreiche Zeugen
Zu den kommenden Verhandlungsterminen werden eine Vielzahl von Zeugen befragt. Unter anderem werden Gäste geladen, die bei der Aufstiegsfeier von GW Ostönnen mitgefeiert haben. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob der Angeklagte Jörg B. die Fete zu vorgerückter Stunde verlassen und erst nach einiger Zeit wiedergekommen ist. Hierzu gibt es widersprüchliche Aussagen: Die Zeitspanne, die von Zeugen angegeben wird, reicht von 15 Minuten bis zu einer Stunde.
Überall Blut
Bei der Verhandlung am Dienstag hat auch der Polizist als Zeuge ausgesagt, der als erster von der Mordkommission Dortmund am Tatort war: Die mit zahlreichen Messerstichen getötete Ursula Scheiwe habe nahezu unbekleidet im Schlafzimmer gelegen. Deshalb sei die Polizei sofort von einer „sexuell motivierten Tat” ausgegangen.
Pathologe erklärt
Sowohl im Schlafzimmer, als auch im Flur und im Bad haben die Beamten größere Mengen Blut ausgemacht. Im Bad, so die Vermutung, hat der Täter sich das Blut von den Händen gewaschen. Ob auch seine Kleidung mit Blut besudelt sein musste, soll der Soester Pathologe Zweihoff erklären, der den Leichnam von Ursula Scheiwe in der Gerichtsmedizin obduziert hat. Er wird am kommenden Dienstag aussagen.
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