Marita Sprenger erhält erste Ehrenamtskarte Warsteins

Bürgermeister Manfred Gödde überreicht die erste Ehrenamtskarte an Marita Sprenger, Trainerin beim SuS Sichtigvor.
Bürgermeister Manfred Gödde überreicht die erste Ehrenamtskarte an Marita Sprenger, Trainerin beim SuS Sichtigvor.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Es soll ein Dank für langjähriges Engagement sein: Bürgermeister Manfred Gödde überreichte am Dienstag die erste Ehrenamtskarte Warsteins an Marita Sprenger.

Sichtigvor..  Wenn Marita Sprenger über ihre Gymnastikstunden beim SuS Sichtigvor spricht, gestikuliert sie wild mit beiden Armen und selbst Bürgermeister Manfred Gödde hat Mühe, zwischendurch zu Wort zu kommen. „Charme, Temperament und Begeisterung stecken in dieser Frau“, sagte er am Dienstag, als er Sprenger die erste Ehrenamtskarte der Stadt Warstein überreichte – natürlich während einer Sportstunde.

„Wenn es eine Frau gibt, der diese Karte zusteht, dann ist das Marita“, lobte der Bürgermeister ihre Verdienste um den Breitensport im Möhnetal. Schon seit 35 Jahren ist sie aktives Mitglied im SuS Sichtigvor. Als dann die vorherige Übungsleiterin nach Soest zog, machte Marita Sprenger vor 17 Jahren den entsprechenden Schein und übernahm die Leitung der Gruppe. Seitdem sind zahlreiche Fortbildungen im Bereich Gesundheitssport hinzugekommen.

Viele Stunden im Ehrenamt

Inzwischen trainieren in Sprengers Gruppen Woche für Woche 80 bis 100 Männer und Frauen. Für „ein Leben mit Bewegung und in Bewegung“ wirbt Sprenger, aber natürlich gehört auch die Freude innerhalb der Gruppen dazu. „Wir freuen uns, dass unsere Teilnehmer über die Jahre erhalten geblieben sind“, sagte Sprenger, „wir haben eben jede Woche eine gute Stimmung.“

Wie viele Stunden sie in das Ehrenamt investiert, kann die 62-Jährige kaum überblicken. Die fünf Stunden pro Woche, die für eine Ehrenamtskarte nachgewiesen werden müssen, übertrifft sie dabei locker.

„Die Karte kann nicht jeder bekommen“, machte Manfred Gödde deutlich. Man spreche immer viel vom Ehrenamt, jetzt folgen auch Taten. „Es gibt viele, die sich unglaublich einsetzen“, sagte er, „das ist unbezahlbar auf vielen Ebenen.“ Mit der Karte könne man ihnen etwas für ihr Engagement entgegenbringen, so dass der Bürgermeister noch auf viele Nachahmer hofft. Bisher ist allerdings kein weiterer Antrag im Rathaus eingegangen.

In Warstein erhalten Inhaber der Ehrenamtskarte Vergünstigungen im Allwetterbad, bei Kupferhammerkonzerten und in der Stadtbücherei. Auch in anderen Städten und Gemeinden in ganz Nordrhein-Westfalen ist die Karte einsetzbar, etwa für Ermäßigungen bei der Ruhr-Topcard und in vielen Museen der Stadt Düsseldorf.

Ehemann steht voll dahinter

Marita Sprenger weiß noch nicht genau, wofür sie ihre Karte einsetzen wird. „Bei so viel ehrenamtlichem Einsatz kommt sie ja kaum noch zum Kartoffelnschälen“, zweifelte Manfred Gödde an, ob Sprenger überhaupt Zeit dafür finde, die Ermäßigungen auszunutzen.

Stört es ihren Mann denn gar nicht, dass sie insbesondere die Nachmittags- und Abendstunden öfter in der Turnhalle verbringt als zu Hause? „Überhaupt nicht“, strahlt Marita Sprenger, „der gehört ja selber mit dazu.“ Er übernimmt nicht nur zahlreiche Botengänge, sondern nimmt seit 15 Jahren auch an der Paar-Gruppe teil, die einst gegründet worden ist, um auch Männer zum Sport zu bewegen. „Und seitdem hat er keinen Arzt mehr gebraucht.“