Mädchen schnuppern in Brauereiberufe

In der Brauerei dürfen die jungen Damen einiges ausprobieren: Jana Schreiber (12, links) und Laura Baronowsky (11, rechts) begutachten Gerste und Hopfenextrakt.
In der Brauerei dürfen die jungen Damen einiges ausprobieren: Jana Schreiber (12, links) und Laura Baronowsky (11, rechts) begutachten Gerste und Hopfenextrakt.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Beim Girls’ Day haben Mädchen die Möglichkeit Berufe kennenzulernen, die zu Männerdomänen gehören. 19 Schülerinnen entschieden sich für einen der größten Arbeitgeber Warsteins: Die Brauerei. Dort warteten drei Aktionswelten auf sie.

Warstein..  Beim Girl’s Day schnuppern Schülerinnen für gewöhnlich einen Tag lang in Berufe, die eigentlich eher von Herren bekleidet werden.

Eine der begehrtesten Anlaufstationen – und auch in diesem Jahr stark besetzt – ist die Warsteiner Brauerei.

In eigenem Interesse

Dort ist man bestens auf die Schülerinnen eingestellt und hat speziell für diesen Tag ein Programm bestehend aus drei sogenannten Aktionswelten zusammengestellt: Abgedeckt werden damit die Bereiche Technik, IT und Naturwissenschaften.

Eine der Teilnehmerinnen beim diesjährigen Girls’ Day ist Maya Fromm. Die zehnjährige besucht die 5. Klasse des Gymnasiums Warstein und hat sich bewusst für die Brauerei entschieden: „Ich wollte einfach mal wissen wie das so hier ist. Und ich muss sagen, dass mir die Elektronik mehr Spaß macht als im Labor“, erzählt sie, während sie sich auf ihre Lötarbeit konzentriert. Auch ihr Anleiter Dennis Polzin ist mit den Fortschritten der Schülerinnen durchaus zufrieden: „Die machen das ganz gut“, lobt der 18-jährige Azubi. Auch für ihn ist das eine unterhaltsame Abwechslung zum Alltag als Mechatroniker.

Auch Polzins Ausbilder, Wilfried Bitter, begrüßt den alljährlichen Damenbesuch. Schließlich sei man immer auf der Suche nach engagierten Schülerinnen, die sich zum Beispiel für einen Ausbildung zur Brauerin, Mechatronikerin, Elektronikerin oder Chemielaborantin interessieren: „Wir bilden in erster Linie natürlich für uns aus.“

Wer bei den Elektronikern nicht so glücklich wird, der bekommt schließlich noch einen Einblick in die Informatikabteilung und in die Versuchsbrauerei. Vielleicht findet dort ja die eine oder andere ihren Traumberuf.