Löcher in der Personaldecke

Krater in der Wolfskammer
Krater in der Wolfskammer
Foto: privat
Was wir bereits wissen
Sie waren bis zu sechs Zentimeter tief und für WP-Leser Günther Fink ein Sinnbild dafür, was passiert, wenn das Personal des Bauhofes immer mehr ausgedünnt wird: Die Löcher in der Straßendecke der Wolfskammer, die Dienstag geflickt wurden.

Warstein.. Die Asphaltkolonne rückte Anfang der Woche aus und besserte die teilweise tiefen Löcher aus, die vor allem in der Nähe des Kindergartens am Dornröschenweg von Anwohnern als Gefahr gesehen wurden. „Mir graust bei der Vorstellung, dass ein Fahrrad fahrendes Kind durch einen solchen Straßenzustand zu Fall kommt und sich verletzt“, meint Günther Fink, der selbst in der Elsterstraße wohnt und die Wolfskammer daher täglich auf dem Weg in die Innenstadt nutzt.

Er schickte der WESTFALENPOST unter anderem das obige Bild. „Das ist doch ein unhaltbarer Zustand. Dann liest man, dass das Personal des Betriebshofes immer mehr ausgedünnt wird und dann führt das zu solchen Folgen.“

Die Schlaglöcher wurden zwar zügig ausgebessert, doch ein Grundproblem bleibt bestehen: Betriebshofsleiter Markus Teutenberg hatte in der Bau-Ausschussitzung am 5. Mai die Situation geschildert. Die Personaldecke des Betriebshofes hat mittlerweile die Unterkante erreicht. Grund ist ein bestehender Beschluss des Rates, durch natürliche Fluktuation frei werdende Stellen nicht mehr zu besetzen. Das heißt: Scheiden Mitarbeiter des Betriebshofes durch Eintritt in das Rentenalter aus, dann werden ihre Stellen nicht nachbesetzt. Diese Maßnahme ist Teil des Konsolidierungsprozesses für den Haushalt.

Die SPD-Fraktion hat nun aufgrund der Schilderungen von Markus Teutenberg den Antrag gestellt, den Beschluss aufzuheben, der Ersatzeinstellungen verbietet. „Momentan sind wir durch diesen Beschluss in der Situation, dass gewissermaßen der vorletzte Mann beim Letzten am Grabe singt“, stellt der SPD-Fraktionschef im Gespräch mit der WP die Lage am Betriebshof etwas ironisch dar.

„Es müssen Ersatzeinstellungen erfolgen. Da werden wir vermutlich auf eine breite Zustimmung stoßen“, blickt Flaig optimistisch auf die Ratssitzung am Montag, in der über den Antrag seiner Fraktion entschieden wird.